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Agriculture, Forestry & Fisheries / 農林水産

オーストリアアルプスのオオカミがちょっと問題 / Wolf in the Austrian Alps becomes a little problem

Written in Japanese (related article is below)

オーストリアアルプスでオオカミ🐺がでて牧草地で飼われている羊を襲っています。オオカミはEUでは保護対象になっていて、ドイツでも500頭ほどいて17の群れがあります。
 
被害状況に応じて酪農家は州政府から経済的支援を受けることができます。農家が心配していることは、けが人がでないか、将来的にこれまでと同じように酪農家として羊を飼っていくことができるのか、未来を含めた生活に関わることです。州政府側は保護対象として見られているオオカミを管理することをEUやNGOに働きかけようとしています。
 
オーストリアチロル州では、高山牧草地におけるオオカミ対策と保護の経済的な実現可能性を試験する取り組みをしています。日本ではプロジェクト実行可能性を判断するフィジビリティスタディと言われる方法です。
 
野生動物管理と農業と経済、これらは複雑に関連しているのでその間には課題が多いです。国境とかヒトが区分けした決まりに従うことなく、願わくは、こういう問題解決に繋がるようなことに自分のもってる時間を使いたいと思っています。

„Wolf gefährdet Almen und ängstigt Menschen“

Wolfssichtungen und Schafsrisse in Matrei i. O. sowie die Wolfssichtung am Bruckerberg führen zur Verunsicherung bei Tierhaltern und in der Bevölkerung. „Der Wolf ist in Europa schon lange kein gefährdetes Tier mehr“, so LHStv. Josef Geisler. 21. Mai 2020

Der Wolf ist in Tirol auf Beutezug.
Der Wolf ist in Tirol auf Beutezug.

Die Wölfe sind europarechtlich mehrfach streng geschützt. „Das darf nicht dazu führen, dass dadurch unsere Kulturlandschaft gefährdet wird und sich die Menschen nicht mehr aus dem Haus trauen. Der Wolf hat bei uns in Tirol keine bedingungslose Daseinsberechtigung“, so Bauernbundomann LHStv. Josef Geisler. 

Geisler fordert die EU und NGOs zum Umdenken auf: „Der Wolf ist in Europa schon lange nicht mehr gefährdet und der Schutzstatus für den Wolf muss neu bewertet werden. Alleine in Deutschland leben derzeit 500 Wölfe in 17 Rudeln. Pro Jahr kommen 200 bis 220 Welpen dazu. Wildtiere müssen nach den Bedürfnissen der Menschen gemanagt werden.“

Almwirtschaft absichern

„Auch habe ich es satt, dass bei der Diskussion um die Wolfsrisse das Leid der gerissenen Tiere regelmäßig heruntergespielt wird. Teilweise werden den Schafen und Ziegen ganze Körperteile bei lebendigem Leib abgebissen bzw. ganze Herden von im Jagdrausch des Wolfes über Felsvorsprünge in den Tod gestürzt“, schildert Geisler unmissverständlich deutlich die Sachlage. Er ist in Sachen Rückkehr des Wolfes schon lange in engem Austausch mit dem Südtiroler Bauernbund. 

„Ja, wir haben in Tirol ein faires und unbürokratisches Entschädigungsmodell für gerissene Nutztiere geschaffen, aber unseren Bauernfamilien geht es nicht um die finanzielle Entschädigung, sondern eben um das Wohlergehen ihrer Tiere. Viele Almbauern überlegen sich sehr gut, ob sie ihre Tiere in Zukunft noch auf die Alm bringen sollen, und das wäre für die Tiroler Almwirtschaft fatal“, so Geisler. Die Almwirtschaft stelle laut Geisler für Tirol, seine Bevölkerung und Urlauber ein unverzichtbares Alleinstellungsmerkmal dar. „Ohne unsere Almwirtschaft wäre unser Land nicht das, was es ist. Die herrliche Kulturlandschaft, die Erholungssuchende aus aller Herren Länder zum Wandern einlädt, wäre mit einem Mal eine Wald- und Staudenlandschaft. Und unsere heimischen Nutztiere würden auf einmal um ihr Tierwohl gebracht. Birgt doch der Sommer auf der Alm einen ganz wesentlichen Beitrag für mehr Fitness und Wohlbefinden der Tiere in sich.“ 

Herdenschutz nicht machbar

Kürzlich präsentierte das Land Tirol eine Machbarkeitsstudie zum Thema Herdenschutz, um die praktische Umsetzbarkeit sowie die Grenzen und Kosten von Herdenschutz mit Weidezaun bzw. Hund aufzuzeigen. 

„Leider mussten wir auch hier feststellen, dass auf einem Großteil unserer Almen ein Herdenschutz erst gar nicht machbar ist, da die Topographie bzw. die starke Frequenz durch Wanderer die Umsetzung entsprechender Herdenschutzmaßnahmen nicht zulassen. Von den Kosten und dem Arbeitsaufwand ganz zu schweigen.“ Nichtsdestotrotz mache das Land erste Schritte in Sachen Herdenschutz. 

Tirol lasse seine Bauern nicht im Stich, so der LH-Stellvertreter weiter, und zahle Entschädigungen aus: „Aber die Freiland- und Almhaltung deckt den Tisch für Raubtiere, und ein Bauer ist nicht der Futtermittelproduzent für Wölfe.“ Das Land Tirol habe bereits mehrere Maßnahmen von Entschädigungs- und Herdenschutzmaßnahmen gesetzt, aber Geisler hält dennoch fest: „Der Erhalt der heimischen Almwirtschaft und die Sicherheit stehen an oberster Stelle, und bislang hat noch kein Wolfexperte die Gefahr für Menschen komplett ausschließen können und erste Bauern überlegen bereits jetzt ihre Tiere nicht mehr auf die Almen zu bringen. Entnahmen als letzte Konsequenz sind daher auch laut österreichischen Wolfmanagement-Plan nicht auszuschließen.“

 

LAbg. Mayerl: Entnahme von „Problemwölfen“ erleichtern

Seit letzter Woche häufen sich die Wolfsrisse in Osttirol. Für Bezirksbauernobmann LAbg. Martin Mayerl bedeutet das im Hinblick auf die bevorstehende Almsaison eine sehr große Verunsicherung. 21. Mai 2020

“Problemwölfe müssen entnommen werden”, fordert der Osttiroler LAbg. Martin Mayerl.

„In diesen Tagen starten unsere Bauern damit, ihre Tiere auf die Almen zu bringen. Wenn der Wolf bereits jetzt bei helllichtem Tag in unmittelbarer Siedlungsnähe auftaucht, möchte ich mir gar nicht vorstellen, wie sich dann die Lage im Sommer auf den Almen zuspitzt. Das verunsichert nicht nur unsere Bauern, sondern auch die Menschen, die in diesen Siedlungen wohnen bzw. im Sommer Wanderungen unternehmen“, erklärt Mayerl und ergänzt: „Dass der Wolf keine Scheu mehr vor Siedlungsgebieten hat, so wie das kürzlich in Bruck und Matrei der Fall war, ist kein natürliches Verhalten.“ Darüber hinaus sieht Mayerl die Jahrhunderte lang praktizierte Almwirtschaft massiv gefährdet. „Ein Nebeneinander von Almtieren und einer zunehmenden Wolfspopulation ist nicht möglich. Auch für den Tourismus, der derzeit coronabedingt wohl sehr viele Herausforderungen hat, ist die Präsenz von auffälligen Wölfen wohl alles andere als zuträglich.“

Wirksamer Herdenschutz ist nur sehr selten möglich

Das vom Land beauftragte Büro Alpe, das eine Machbarkeitsstudie zum Herdenschutz auf der Alm erstellt hat, kommt darüber hinaus zum Schluss: „Wirksamer Herdenschutz ist aufgrund der Topographie nur auf einem ganz kleinen Teil der Almen möglich. Die Kosten betragen zwischen 8 und  70 Euro je Schaf und sind aus der Landwirtschaft nicht zu erwirtschaften.“

Mayerl war bei der Präsentation der Studie dabei und zitiert Studienautor Daniel Mettler zu seinen Erfahrungen aus der Schweiz: „Herdenschutz hat auch Grenzen. Herdenschutz funktioniert in Kombination mit Regulierung und gezielten Abschüssen.“

Der Bauernbund wird sich auf nationaler und europäischer Ebene für eine Lockerung des Schutzstatus für den Wolf einsetzen. Derzeit gibt es europaweit über 30.000 Wölfe. „Dieses Tatsache bedeutet, dass der Wolf keineswegs mehr vom Aussterben bedroht ist. Deswegen verlangen wir, die guten Erhaltungszustände des Wolfes europaweit zu sehen. Dieses Vorhaben wird aber nicht von heute auf morgen umsetzbar sein. Bei allem Gegenwind, der dazu zu erwarten ist, brauchen die Bauern praxisnahe Lösungen des Problems. Das kann nur durch eine erleichterte Entnahme von auffälligen Wölfen und Problemwölfen erreicht werden“, so Martin Mayerl abschließend.

アルプスには農家だけではなく観光客など多くの人が訪れます。オオカミによって観光業にも影響がでることは想像しやすいです。