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Lifestyle / 暮らし

A beautiful Auwälder feels good

自分の住んでる街を流れる川に沿ってこんな森があればきっと気持ち良いよね。
Ich wünschte, es gäbe in Japan viele solche Auwälder.

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communication / 会話・報道 Lifestyle / 暮らし

Differences between Japanese and German public broadcasting on Instagram

Written in Japanese

わたくしインスタグラムもしてるんですが、日本の公共放送であるNHKのインスタとドイツの公共放送であるTagesschauのインスタの内容を見比べて、なんとも表現し難いものすごい衝撃を受けています。
 
あまりにもクオリティーに差がありすぎてどう解釈していいのか悩んでいます。はっきり言って、NHKのインスタの内容は最も伝える表現力が必要な分野にも関わらずなにを伝えたいのか全く分かりません。日本の場合、芸能界がすごく発達していて著名人を表に出すことで影響力があるのは分かるんですが、その絵を見た人はなにを考えるんだろう。
 
それに比べ、ドイツの公共放送は本当にプロフェショナルだなと思います。伝えたいことをそのまま、ストレートに、背景となる絵も的確です。見ているだけで色々と勉強になります。
 
投稿数も投稿内容もフォローしている人数もなにもかもが違いすぎてて言葉がでません。
 
本当に、衝撃です、衝撃です、衝撃です。

ちなみにNHKはオンラインの他にもニュースや外国人向けのNHK World Japanのようなインスタもあります。

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communication / 会話・報道 coronavirus pandemic / コロナパンデミック Culture / 文化 Lifestyle / 暮らし Social activities / 市民活動 Tourist Information / 観光情報

オーバーアマガウの受難劇が延期される / The Passion Play of Oberammergau is postponed

ドイツのオーバーアマガウで10年に1度開催の400年前から続くオペラのような劇が2年後に延期されました。
   
ドイツバイエルン州の最南端に近い、オーストリアとの国境に近いアルプスにオーバーアマガウという人口5400人程度の町があります。アルプスに囲まれて自然豊かな本当にきれいな街です。このオーバーアマガウは10年毎に村人総出の受難劇が催される場所として有名です。受難劇とはキリストが十字架刑で殺され受難を受ける過程に関する物語で、オーバーアマガウでは17世紀からずっと開催されていて、世界中から観光客が集まる大きなイベントです。
 
前回2010年に続き2020年に開催される予定でしたが、コロナパンデミックによる影響で2022年に延期されました。2018年頃から準備していた出演者や長期間取材していたクルーも延期という状況に衝撃が走ったと思います。コロナおそるべし。
 
2010年は山の上から音楽を聴くことができ?ましたが、いまだ直接には劇は見れていないので残念です。世界中にあるイベントのなかでも、ぜひ良い席で見てみたいショーです。

ちなみにこのオーバーアマガウという街の近くにもマッターホルンと言われる山があります。素晴らしいところです。

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Agriculture, Forestry & Fisheries / 農林水産 coronavirus pandemic / コロナパンデミック

コロナパンデミックによる木材包装業界への影響 / Impact of corona pandemics on the Wood packaging industry

ドイツ木材包装業界の業界団体であるHPEが、コロナパンデミックによる影響の調査結果を公開しました。この連邦協会には420社が参加し、業界全体売上の8割以上を占め、木材需要は推定約600万m3、とても大きな団体です。
  
調査対象企業の72%がマイナス影響、64%が中程度から高程度のマイナス傾向。調査対象企業の51%が木箱製造業(Kistenhersteller)で特に悪影響を受けていて、パレット製造の分野では42%。この差異の理由は、パンデミックの影響が特に強い機械工学、スタンド建設、自動車製造の分野で包装の需要が減った一方で食品や医薬品はほとんどがパレットで出荷されるため損失も低くなっているという考察。反対に、コロナ危機の影響を部分的または前向きに受けている企業もある。調査対象企業の30%が特にパレット製造、木箱製造および保管で恩恵を受けた。移動制限や物流チェーンでの商品の流れに困難が伴なっている一方で倉庫サービスなどの需要が高まっている。
 
勤務形態の変化については、この業界の企業の短時間勤務の平均レベルは40%程度。近い将来の見通してについては、回答者の30%が減損の増加を予想、24%が問題は同じレベルで継続、少なくとも26%の企業が悲観していない。一方で年間の見通しについては影響への見解はほぼ均衡する。回答者の36%が注文やキャンセルに関する減損が減少し、38%が減損が増加、15%が現状と変わらないと予想している。
 
将来の最大の課題点はどこかという質問には、仕事の確保(18%)と従業員の健康状況(17%)が大きく、コロナ禍の木材包装業界の主な関心事は、従業員の生活のこと。これは主に家族経営の中小企業で構成される業界の特別な責任感がでているらしい。
  
ドイツ木材包装業界のコロナパンデミックによる影響です

Corona-Blitzumfrage des HPE: Arbeitsplatzsicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter stehen im Fokus der Unternehmen

19. Mai 2020 Presse

Bad Honnef. Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. hat – noch vor Beginn der aktuellen Lockerungen – unter seinen Mitgliedern eine Corona-Blitzumfrage gestartet, an der 151 Unternehmen teilgenommen haben. Dabei kommt Überraschendes zu Tage: Obgleich die negativen Entwicklungen der Wirtschaft auch die Holzpackmittelindustrie hart treffen, überwiegen doch in dieser fast ausschließlich von kleinen und mittelständischen geprägten sowie regional sehr verwurzelten und oft seit Generationen in Familienhand befindlichen Betrieben die Sorgen um die Sicherheit der Arbeitsplätze und die Gesundheit der Mitarbeiter. „Das ist typisch HPE. In Guten und in schlechten Zeiten steht die Branche zusammen und nimmt ihre Verantwortung – teils in 6. oder gar 7. Generation – nicht nur für ihre Kunden, sondern auch für die Mitarbeiter sehr ernst. Für viele war es ein schwerer Schritt, überhaupt zum ersten Mal in der langen Firmengeschichte vom Instrument der Kurzarbeit Gebrauch zu machen“, erklärt Marcus Kirschner, Geschäftsführer des seit 150 Jahren bestehenden Verbands.

Auch sonst lassen die Ergebnisse aufhorchen: So berichten 72,5 Prozent der befragten Unternehmen von negativen Auswirkungen. 64 Prozent der befragten Unternehmen berichten von mittleren bis gravierenden negativen Umsatzentwicklungen. Bei den Bereichen, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind, ergibt sich dagegen ein eher differenziertes Bild: So ist die Kistenherstellung laut 51 Prozent der Befragten besonders negativ betroffen, während dies im Bereich der Palettenherstellung nur 42 Prozent der befragten Unternehmen so sehen. „Ein wesentlicher Grund für diesen recht großen Unterschied dürfte sein, dass Kisten besonders in den Bereichen Maschinenbau, Messebau und Automotive benötigt werden, die ja bekanntermaßen von der Pandemie besonders getroffen wurden. Lebensmittel und Pharmazeutika werden hingegen überwiegend auf Paletten verschickt, hier sind die Verluste daher auch geringer“, so Kirschner. Ebenfalls interessant: Es gibt laut HPE-Blitzumfrage auch Unternehmen, die insgesamt oder in Teilbereichen positiv von der Corona-Krise betroffen sind. So gaben rund 30 Prozent an, dass unter anderem die Bereiche Palettenherstellung, Kistenherstellung und Lagerung davon profitiert hätten. „Bei Lagerdienstleistungen ist das leicht erklärbar. Einerseits führen die Reisebeschränkungen dazu, dass keine Abnahmen der bereits produzierten Maschinen und Anlagen und damit auch kein Versand erfolgen können. Andererseits gibt es weiterhin Schwierigkeiten beim Warenfluss in den Logistikketten und damit auch mit der Teileversorgung“, erklärt Kirschner. Beim Thema Kurzarbeit gaben 43 Prozent der Befragten an, bislang keine beantragt zu haben. Dem stehen rund 61 Prozent der Betriebe gegenüber, die bereits Kurzarbeit angemeldet haben oder die dies aktuell vorbereiten. Dazu Kirschner: „Laut unserer Befragung liegt der durchschnittliche Umfang der Kurzarbeit in den Betrieben bei rund 41 Prozent. Das war für viele das erste Mal.“ Beim Blick auf die kommenden drei Monate ergibt sich ein uneinheitliches Bild. Rund 30 Prozent der Befragten erwarten zunehmende Beeinträchtigungen, knapp 24 Prozent gaben an, dass die Probleme auf gleichem Niveau weitergehen und immerhin 26 Prozent der Unternehmen blicken optimistischer in die nahe Zukunft. Bei der Einschätzung bis zum Jahresende halten sich Optimisten wie Pessimisten fast die Waage: 36 Prozent der Befragten geben an, dass die Beeinträchtigungen in Sachen Aufträge und Stornierungen abnehmen werden, 38 Prozent der Unternehmen sind der Ansicht, dass diese zunehmen werden und 15 Prozent gehen davon aus, dass sich nichts verändern wird. Die Prognose für 2021 trauten sich hingegen nur 75 Prozent der Unternehmen zu. „Hier ergab sich ein sehr heterogenes Bild: 24 Prozent sind optimistisch, 22 Prozent glauben an eine sich nicht verändernde Lage und 21 Prozent gehen von schlechteren wirtschaftlichen Entwicklungen aus. Dass es sehr viel besser oder sehr viel schlechter wird, glauben hingegen die Wenigsten. Eine weitere Frage befasste sich mit den Problemen in der Lieferkette. „Die Sorgen diesbezüglich spielen tatsächlich eine eher untergeordnete Rolle. Allerdings besteht eine ernstzunehmende Unsicherheit im Hinblick auf die Kontinuität und die Qualität der Schnittholzversorgung“, erklärt der HPE-Geschäftsführer.

Abschlussfrage zu den größten Herausforderungen für die Zukunft

Spannendes Finale der HPE-Umfrage war eine frei zu beantwortende Frage zu den größten Herausforderungen für die Zukunft, an der sich 125 Unternehmen beteiligten: Danach stehen die Sicherung der Arbeitsplätze (18 Prozent) und die Gesundheit der Arbeitnehmer (17 Prozent) gemeinsam an erster Stelle – dicht gefolgt von der Liquiditätssicherung, die für 11 Prozent der befragten Unternehmen ein wichtiges Thema darstellt. „Die Sorge der Holzpackmittelbranche gilt in allererster Linie den Mitarbeitern und der wirtschaftlichen Existenz dieser Mitarbeiter. Das zeigt das besondere Verantwortungsbewusstsein der Branche, die überwiegend aus familiengeführten kleinen und mittelständisch geprägten Unternehmen besteht“, so Marcus Kirschner und schließt: „Alles in allem kann man sagen, dass die Lage zwar ernst, aber nicht hoffnungslos ist. Und die wichtigste Erkenntnis unserer Umfrage besagt ganz klar: Unsere Unternehmen sind seit Generationen dem Wohle der Mitarbeiter verpflichtet und am langfristigen Erfolg orientiert. Das überstrahlt die negativen Entwicklungen deutlich und macht die Stärke der Branche aus.“ HPE/DS

Grafiken zur HPE-Umfrage: HPE e.V.

Zum HPE: Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. feierte 2019 sein 150-jähriges Bestehen. Er ist ein Fachverband mit mehr als 420 überwiegend inhabergeführten Unternehmen aus allen Bereichen der Holzpackmittelindustrie, die etwa 80 % des Branchenumsatzes von rund 2,3 Mrd. Euro repräsentieren. Die Mitglieder des HPE sind Anbieter von Paletten, Packmitteln, Kabeltrommeln, Steigen und Spankörben aus Holz sowie Dienstleister aus den Bereichen Verpacken, Containerstau und Logistik. Der hochgerechnete Holzbedarf der Branche liegt – inklusive der Kleinbetriebe unter 20 Mitarbeitern – bei rund sechs Mio. Kubikmetern. 

Weitere Informationen unter www.hpe.de

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まだ続く森林土壌の乾燥 / Forest soil still drying

ドイツの乾燥問題はまだ続いています。
今夏の干ばつを防ぐために必要な雨量はまだありません。
2020年は天候についてもHorror-Jahr「恐怖の年」と専門家は言ってます。
森林にとっては雨不足、干ばつ問題、キクイムシ問題、コロナの影響はまだまだ続きそうです。

2020年5月6日から5月18日までの2週間の経過
1952年から2019年までの土壌乾燥度を比較したもの。特にここ3年程度がひどいです

バーデンヴュルテンベルクでは乾燥問題に対応する森林所有者に対して支援をしようと政府も働きかけていますが、反対意見もありスムーズにはいかないようです。夏までに森林再生戦略(eine Gesamtstrategie zur Wiederbewaldung)を発表すると。

19. Mai 2020, 15:53 Uhr

Regierung – Stuttgart:Regierung will Waldbesitzern im Kampf gegen Dürre helfen

Agrar

Peter Hauk (CDU) spricht bei einer Regierungspressekonferenz. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Stuttgart (dpa/lsw) – Wegen der anhaltenden Trockenheit will die Landesregierung Waldbesitzern noch stärker unter die Arme greifen. Dürre, Hitze und Schädlinge wie der Borkenkäfer machten den Bäumen zu schaffen, erklärte Agrarminister Peter Hauk (CDU) am Dienstag in Stuttgart. Auch die Corona-Pandemie wirke sich auf die Wälder aus: Der Export der Sägewerke sei in der Krise teils völlig zusammengebrochen, der Abtransport stocke. Wenn das Holz aber im Wald gelagert wird, werde es von Käfern besiedelt, die dann neue Bäume befielen. Ruinöse Holzpreise und hohe Kosten für die Aufarbeitung von Schadhölzern führten dazu, dass viele Waldbesitzer nicht mehr in der Lage sein werden, ihre Wälder zu pflegen.

“Wir müssen die Waldbesitzer animieren, den Wald zu erhalten”, sagte Hauk. Bei den bisherigen Hilfen müsse nachgesteuert werden, sagte Hauk. Die Rede ist von einer Flächenprämie, um Waldbesitzer zu unterstützen, Wälder auch in einem wirtschaftlich und klimatisch extrem schwierigen Umfeld weiter ordnungsgemäß zu pflegen. Er kündigte bis zum Sommer eine Gesamtstrategie zur Wiederbewaldung an.

Die SPD kritisierte das Vorhaben. Eine Flächenprämie für Waldbesitzer berge die Gefahr von Gießkannensubventionen – also Hilfe auch für die, die es gar nicht benötigen, betonte Reinhold Gall, der forstpolitische Sprecher der SPD-Fraktion. Die von Bund und Land bereits im Herbst bereitgestellten Millionen seien zudem bislang kaum vor Ort angekommen.

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A walk in the fresh green season

eine Jahreszeit, in der das frische Grün schön ist und der Spaziergang in der Nähe meines Hauses angenehm ist
新緑が綺麗で家の近くの散歩が楽しい季節です

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Corona becomes a job killer

「コロナはだんだんと職も殺してゆく」
ミュンヘンにあるIfo Instituteによると、バイエルン州では既に20%の企業で従業員の解雇を考えている状況にあるそうです

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coronavirus pandemic / コロナパンデミック

ドイツでコロナデモ / Corona demo in Germany

Written in Japanese (related article is below)

明日ミュンヘン市では1万人規模のデモが実施される可能性があります。コロナパンデミック対策としてとられている色んな制限に抗議するためです。
 
デモ自体は珍しいことではなくて、今の時期はコロナ関連で他の都市でもよくされています。
メルケル首相の政治力を評価する世論がある一方で、どこの国も同じように、今の政策に(理性的に)反対する人も一定数います。色んな意見があって色んな人が声を上げること、当然なことです。
 
通常、デモを行う場合はデモ主催者が市に届け出をだします。ただ、現在コロナ対策で屋外で1000人以上の規模で集会をすることは制限されているにも関わらず、先週のデモでは予定されていた人数80人を大きく超えて3000人の参加者があったため、政治的だけではなくて防疫的にも問題視されていました。
明日は1万人参加者がいるのではないかと言われていますが、それに備えて500人の警官を配置するそうです。1000人を越える場合は1001人目からは帰ってもらう作戦です。参加者2人に1人の警官を配置するわけなので、徹底して対応することが分かります。
  
ところで、ミュンヘンの警察官は市だけで6400人くらいいるらしいです。京都府全体の警察官数と同じくらいです。ちなみに日本で最も多い東京都では43000人です。
 
ミュンヘンの「コロナ禍の政策と市民の声」事情でした。
コロナ禍の読み方が分かりませんでした。渦なのか鍋なのか、ドイツでもコロナのせいで一般的になった言葉がいくつもあります。

Corona in München: Demonstranten wollen nicht locker lassen – „Nächsten Samstag sind wir wieder hier“

Die Teilnehmerzahl bei der Münchner Demo gegen die Corona-Beschränkungen war auf 1000 beschränkt. Diese Zahl war 20 Minuten vor Beginn erreicht. Zu schaffen machte der Polizei mehr die große Zahl von Demonstranten, die sich am Rand der Wiesn versammelten.

Die Corona-Demo auf der Theresienwiese ist friedlich verlaufen. Jenseits der Kundgebung versammelten sich jedoch 2500 Menschen rund um die Wiesn. Die Polizei schritt ein und erteilte 600 Platzverweise. Die Initiatoren der Demo* wollen auch kommenden Samstag protestieren.

Die Versammlung auf der #Theresienwiese läuft seit ca. einer Stunde mit der genehmigten Teilnehmerzahl.

Rund um das Gelände stehen nach wie vor viele Personen, die den Mindestabstand von 1,5 Meter deutlich unterschreiten.

Wir fordern diese auf, sich zu entfernen.#muc1605— Polizei München (@PolizeiMuenchen) May 16, 2020

Am Rednerpult auf der Bühne ist ein Pappschild aufgeklebt. „Weder rechts noch links“, ist darauf zu lesen. Die Botschaft der Demo-Organisatoren: Sie wollen sich nicht in eine Ecke drängen lassen. Die Immobilienmaklerin Sina Bodden, eine der Rednerinnen, erklärt, sie sei es leid, als Verschwörungstheoretikerin hingestellt zu werden. Und sie finde es unerträglich, dass so viel Angst vor dem Virus verbreitet werde. „Angst, Angst – und noch mal Angst.“

Corona-Demo in München: Stadt beschränkt Zahl der Kundgebuns-Teilnehmer

1000 Demonstranten versammeln sich am Samstag innerhalb eines großräumig abgesperrten Bereichs auf der Theresienwiese. Mehr hat die Stadt aus Infektionsschutz-Gründen nicht zugelassen. Die Initiatoren hatten die Kundgebung für 10 000 Personen angemeldet. Die maximal zulässige Zahl von 1000 Teilnehmern ist rund 20 Minuten vor Veranstaltungsbeginn erreicht. Um 14.50 Uhr macht die Polizei erstmals eine Durchsage per Lautsprecher an die Menschen, die sich am Rande der Theresienwiese entlang des Bavariarings drängen: „1000 Teilnehmer sind erreicht. Bitte verlassen Sie die Wiesn.“ Es folgt ein gellendes Pfeifkonzert der immer stärker anwachsenden Menge im Umfeld der Wiesn.

Randprobleme: Rund um die Wiesn versammelten sich etwa 2500 Menschen. Die Polizei schritt mehrfach ein.© Sigi Jantz

Die Polizei hat unterdessen nicht wie angekündigt gut 500 Beamte, sondern 1000 Einsatzkräfte bereitgestellt. „Nicht weil wir Ausschreitungen befürchten würden, sondern um unsere Strategie umsetzen zu können“, wie Sprecher Marcus da Gloria Martins erklärt. Maxime sei, den Zustrom aufs Gelände rechtzeitig und weitläufig zu begrenzen und weitere Menschenansammlungen zu verhindern. Letzteres gelingt nicht. Dazu später mehr.

Einige Personen an der #Theresienwiese halten sich nicht an die geltenden Regeln und ignorieren die Lautsprecherdurchsagen.

Wir beginnen nun, konsequent gegen diese Personen mit polizeilichen Maßnahmen vorzugehen. #muc1605— Polizei München (@PolizeiMuenchen) May 16, 2020

Auf der Demo selbst halten die Teilnehmer brav die Mindestabstände von 1,5 Metern ein. Zwischen den Redebeiträgen ertönt Musik aus dem Hippie-Musical „Hair“. Die Altersstruktur der Demonstranten ist gemischt, die Organisatoren selbst – alle Privatpersonen ohne politischen Hintergrund – sind eher älteren Semesters. Die Polizei spricht später von einem „überwiegend bürgerlichen Publikum“. Kleingruppen aus dem extremen Spektrum von rechts und links seien jedoch zu sehen gewesen. Hier habe es Versuche des Anheizens der Menge gegeben. Der Großteil der Leute habe jedoch vernünftig reagiert.

Corona-Demo in München: Flugblätter mit obskuren Theorien

Auf der Demo sieht man Transparente mit Slogans wie „Freiheit statt Zwang“, andere Masken mit der Aufschrift „mundtot“. Es kursieren aber auch Flugblätter mit obskuren Theorien. Die Redner auf der Bühne prangern „die Unverhältnismäßigkeit der Corona-Maßnahmen“ an und sprechen von politischer Willkür. Ein Arzt fordert unter großem Beifall: „Lasst uns wieder ins normale Leben zurückkehren.“ Vor den Absperrungen stehen auch Kritiker der Demo – vor allem von Verschwörungstheoretikern. Sie werfen auf Plakaten die Frage auf: „Euer Ernst?“

Protest: Viele Demonstranten fühlen sich in ihren Freiheitsrechten eingeschränkt© Sigi Jantz

Es ist 16 Uhr, die Leute am Bavariaring – laut Polizei rund 2500 – stehen mittlerweile dicht an dicht. Auch mehrere Seitenstraßen sind abgesperrt. Die Einsatzleitung wartet ab. Erst um 16.20 Uhr erneuert die Polizei ihre Aufforderung, umgehend das Gelände zu verlassen, weil es sich um eine „unerlaubte Versammlung“ handele. Nun kommt die Durchsage im Fünf-Minuten-Takt. Die Demonstranten skandieren: „Grundgesetz, Grundgesetz!“ Bis die Polizei ernst macht. Immer mehr Menschen, die sich widersetzen, werden abgeführt. Die Lage droht kurzzeitig zu eskalieren.

Corona-Demo in München: Polizei spricht 600 Platzverweise aus

Tut sie aber nicht. Weil die Polizei mit Umsicht vorgeht, und es auch vonseiten der Demonstranten zu keiner Gewalt kommt. Am Ende werden jedoch 600 Platzverweise ausgesprochen, von mehr als 200 Demonstranten wird die Identität festgestellt. Über 20 Personen erhalten eine Anzeige wegen Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz. Martins resümiert: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf.“ Auch in Nürnberg, Augsburg und Würzburg verlaufen die Proteste weitgehend friedlich.

Fußballfan kritisiert Coronaregeln.© Christina Pahnke/sampics

Dominik Krause, Stadtrat und Vorsitzender der Münchner Grünen, ist einer der wenigen Politiker, die die Szenerie am Samstag live mitverfolgen. Anders als vor einer Woche am Marienplatz sei die Veranstaltung nicht aus dem Ruder gelaufen. Krause, der relativ unverdächtig ist, der Staatsgewalt unkritisch gegenüberzustehen, sagt: „Da muss man die Polizei auch mal loben.“ Er beurteilt das Teilnehmerfeld als „sehr heterogen“. Die Veranstaltung habe eher „Happening-Charakter“ gehabt. Dennoch hätten Rechtsradikale erneut versucht, die Bühne für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

Rigoros: Störer werden von der Polizei abgeführt.© Sigi Jantz

Die Organisatoren der Demo wollen unterdessen kommenden Samstag wieder protestieren. Man sei guten Mutes, „dann mit 10 000 Menschen hier zu stehen“, lassen sie verlauten. Mal sehen, wie viele Personen die Stadt diesmal genehmigen wird.

*Merkur.de und tz.de sind Teile des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Sigi Jantz

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Agriculture, Forestry & Fisheries / 農林水産

If the oak comes before the ash, there is a big wash

Written in Japanese (original article is below)

Ein Patentrezept für den Schutz der Wälder gebe es nicht, daher sei es wichtig, die Natur wenigstens versuchsweise ihren eigenen Weg gehen zu lassen – und ihn dabei wissenschaftlich zu beobachten. Von einem privaten Waldbesitzer könne man das kaum erwarten.

森林を保護するための万能な処方箋はない。だから、自然の中で少なくとも試験的に方法を試し、それを科学的に観察することが重要。ただそうした見地は私有林の所有者からはほとんど期待できない。

 

12. Mai 2020, 7:11 Uhr

Agrar:Dürre und Schädlinge: Land erntet doppelt so viel Holz

Agrar

Holz stapelt sich an einem Feldweg in einem Wald. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa/Symbobild (Foto: dpa)

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Magdeburg (dpa/sa) – Nach Stürmen, Dürren und Schädlingsbefall hat der Landesforstbetrieb (LFB) Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren mehr als doppelt so viele Bäume gefällt wie eigentlich geplant. Seit 2018 schlage der Landesforstbetrieb jährlich 1,2 bis 1,5 Millionen Festmeter Holz ein, teilte Sachsen-Anhalts öffentlicher Waldbesitzer mit. Geplant waren demnach nur rund 670 000 Festmeter. Mit dem massenhaften Fällen will der LFB dem Borkenkäfer das Brutholz entziehen und so die weitere Ausbreitung des Schädlings eindämmen.

Seit 2018 schlägt der Betrieb ausschließlich Schadholz – also Bäume, die bei Stürmen beschädigt oder durch Schädlinge befallen wurden. Wenigstens die Qualität des Schadholzes sei dabei in den vergangenen beiden Jahren besser geworden, berichtete der LFB: Wurden 2018 vor allem Bäume aus den Wäldern geholt, die von Stürmen gebrochen und umgeworfen wurden, ernten die Förster inzwischen vor allem Holz, das von Borkenkäfern befallen ist. “Bei stehenden Käferbäumen kann unter günstigen Umständen, durch eine gute Logistikkette, Holz in relativ frischer Qualität an die Abnehmer geliefert werden”, so der LFB.

Die enormen Mengen an Holz, die durch den massiven Einschlag auf den Markt geschwemmt werden, seien jedoch eine große Herausforderung, räumte der Direktor des Landesforstbetriebes, Bernd Dost, ein. “Der Einschlag kann aber nicht zurückgefahren werden.” Daher suche der Betrieb den Kontakt zu den Vermarktern und schaffe gleichzeitig Lagerkapazitäten, damit nicht alle geschlagenen Bäume direkt auf dem Holzmarkt landen und dort weiter die Preise drücken. Bis mindestens August werde der Landesforstbetrieb noch mit dem Schadholz aus den Landeswäldern beschäftigt sein, schätzte der Direktor.

Private Waldbesitzer sehen die Strategie der Landesregierung kritisch. Das Schadholz überschwemme den Markt und mache die Ernte für die Waldbesitzer unrentabel, sagte Uwe Daum, Vorstandsvorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Ostharz, in der sich 29 Waldbesitzer aus dem Harz organisieren. “Da tut uns der Landesforstbetrieb gar keinen Gefallen mit”. Die Wälder in Privatbesitz seien oft schwerer erreichbar, die Ernte des Schadholzes lohne sich daher für viele nicht. “Wir werden deshalb noch sehr viel länger mit dem Thema zu tun haben als bis zum August”.

Das Land unterstützt auch private Förster beim Abtransport von Schadholz und der Aufforstung. Dabei ist das Agrarministerium jedoch auch Bundesmittel angewiesen – und die sind unglücklich unter den Ländern verteilt. So wurde das Geld aus Berlin nicht nach der Betroffenheit von Waldschäden verteilt, sondern nach dem Anteil der Wälder an der Fläche des Bundeslandes insgesamt. Die ist in Sachsen-Anhalt mit 26 Prozent eher gering. Nach Regierungsangaben zählt das Land aber zu den fünf mit den größten Waldschäden.

Agrarministerin Claudia Dalbert (Grüne) und Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) versuchten Ende April vergeblich, Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) zu Korrekturen zu bewegen. Stattdessen wollte sich die Bundesministerin dafür einsetzen, dass andere Bundesländer nicht abgerufene Fördermittel freiwillig stark betroffenen Ländern zur Verfügung stellen. In Sachsen-Anhalt waren von 11 Millionen Euro, die für die Förderung des Abtransports von Schadholz im ganzen Jahr zur Verfügung standen, Ende April bereits 8 Millionen Euro beantragt.

Förster Daum bewertet den Kahlschlag zum Waldschutz aber nicht nur aus ökonomischen Gründen kritisch, sondern auch aus ökologischen. “Auch tote Bäume haben eine Funktion im Wald“, sagte Daum. Sie würden zum Beispiel Schatten spenden und so verhindern, dass die Sonne direkt auf den Waldboden scheint und ihn so austrocknet.

Auch Naturschützer sehen das Vorgehen mit Skepsis. Das Abholzen sei der einzige Weg, das Holz noch einigermaßen gut zu vermarkten, sagte der stellvertretende Vorsitzende des BUND Sachsen-Anhalt, Dieter Leupold. Aus wirtschaftlicher Sicht sei die Strategie also nachvollziehbar, jedenfalls für private Waldbesitzer. Vom Land wünscht sich Leupold aber etwas mehr Mut: “Man sollte auch große Flächen befallenen Waldes sich selbst überlassen, um zu schauen, welche Strategie die Natur entwickelt”, sagte der Umweltschützer.

Ein Patentrezept für den Schutz der Wälder gebe es nicht, daher sei es wichtig, die Natur wenigstens versuchsweise ihren eigenen Weg gehen zu lassen – und ihn dabei wissenschaftlich zu beobachten. Von einem privaten Waldbesitzer könne man das kaum erwarten. Wohl aber könnten auch diese etwas mehr Demut zeigen, sagte Leupold. Die privaten Besitzer hätten mit den Monokulturen, durch die die Wälder nun besonders anfällig seien, jahrelang gutes Geld verdient. Das räche sich nun. Die Wälder fielen nun den Auswirkungen des Klimawandels zum Opfer, vor denen Umweltschützer schon lange warnten.

Inzwischen werfen die privaten Wälder laut Förster Daum kaum noch Geld ab, wenn überhaupt. Einen dritten Dürresommer würden viele private Waldbesitzer nicht überstehen, sagte er. Doch er ist bester Dinge, dass kein solcher dritter Sommer ins Haus steht. Grund dafür ist eine alte Försterweisheit: “Kommt die Eiche vor der Esche, gibt es eine große Wäsche”, zitiert Daum. Und in diesem Frühjahr sei die Eiche deutlich vor der Esche gekommen.

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Lifestyle / 暮らし

Germany Rent Comparison 2018

ドイツ国内各郡の水道光熱費を除く平均家賃の比較です。(Kaltmiete pro m2)首都ベルリンはそんな高いわけではなく、ドイツで家賃が最も高い都市はミュンヘンとフランクフルトです。バイエルン州の州都であるミュンヘンの家賃(約2010円/㎥)は1995年から2017年の間に70%以上も増加しています。ミュンヘンに人が集まってるせいかな