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Agriculture, Forestry & Fisheries / 農林水産

違法伐採に対するEUの取り組み / Illegal logging – evaluation of EU rules (fitness check)

一般市民にとって、森林の違法伐採問題はイメージはできても身近な問題として感じることが難しいものです。しかし、違法伐採をして利益を得ている存在は現実にあります。
  
一般的に、違法伐採とは国内法に違反した木材の収穫のことです。違法伐採によって経済、社会、環境に大きな影響を与える国際的な問題です。違法伐採を規制する国際的な動きとして、ヨーロッパには2つの主な法的措置があります。そのひとつが2013年から取り組まれているEU木材規制(EUTR)です。
  
EUTRは、木材産業に関わる事業者にとって、違法伐採木材のEU圏内市場での取扱禁止、輸入木材の情報を積極的に提供することとリスクアセスメント手順の実施(違法伐採された木材製品の発生リスク評価等)、リスク軽減対策としてトレーサビリティ義務、市場における木材製品の取扱者が供給側に関する情報を詳細に記録しなければならない、という3つの要件を定めています。
   
合法的に伐採されていない木材や木材製品の取引を禁止する法規制が進んでいるところですが、こうした法規制はそれまでの取り組みや成果を評価し、次の政策に活かすための評価期間が設けられています。このEUの違法伐採に関する法規制について、1月から2月までがフィードバック期間として設定され、成果と今後のロードマップが示されました。
この評価・適合性チェックでは、これらの規制が国際的視点からどのように機能しているか、その効果、効率、関連性、一貫性があるかどうか等、そして圏内の取り組みを効果的に補完しているかどうかが診断されます。
 
チェックの結果は概ね良好で、違法伐採阻止の枠組みとして機能できているという評価をした国や機関が多いです。
先の課題として、特に森林認証制度との効果的な関連性について規制の改善と拡張を望む意見もありました。

Illegal logging – evaluation of EU rules (fitness check)

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Agriculture, Forestry & Fisheries / 農林水産 coronavirus pandemic / コロナパンデミック

コロナパンデミックによる木材包装業界への影響 / Impact of corona pandemics on the Wood packaging industry

ドイツ木材包装業界の業界団体であるHPEが、コロナパンデミックによる影響の調査結果を公開しました。この連邦協会には420社が参加し、業界全体売上の8割以上を占め、木材需要は推定約600万m3、とても大きな団体です。
  
調査対象企業の72%がマイナス影響、64%が中程度から高程度のマイナス傾向。調査対象企業の51%が木箱製造業(Kistenhersteller)で特に悪影響を受けていて、パレット製造の分野では42%。この差異の理由は、パンデミックの影響が特に強い機械工学、スタンド建設、自動車製造の分野で包装の需要が減った一方で食品や医薬品はほとんどがパレットで出荷されるため損失も低くなっているという考察。反対に、コロナ危機の影響を部分的または前向きに受けている企業もある。調査対象企業の30%が特にパレット製造、木箱製造および保管で恩恵を受けた。移動制限や物流チェーンでの商品の流れに困難が伴なっている一方で倉庫サービスなどの需要が高まっている。
 
勤務形態の変化については、この業界の企業の短時間勤務の平均レベルは40%程度。近い将来の見通してについては、回答者の30%が減損の増加を予想、24%が問題は同じレベルで継続、少なくとも26%の企業が悲観していない。一方で年間の見通しについては影響への見解はほぼ均衡する。回答者の36%が注文やキャンセルに関する減損が減少し、38%が減損が増加、15%が現状と変わらないと予想している。
 
将来の最大の課題点はどこかという質問には、仕事の確保(18%)と従業員の健康状況(17%)が大きく、コロナ禍の木材包装業界の主な関心事は、従業員の生活のこと。これは主に家族経営の中小企業で構成される業界の特別な責任感がでているらしい。
  
ドイツ木材包装業界のコロナパンデミックによる影響です

Corona-Blitzumfrage des HPE: Arbeitsplatzsicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter stehen im Fokus der Unternehmen

19. Mai 2020 Presse

Bad Honnef. Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. hat – noch vor Beginn der aktuellen Lockerungen – unter seinen Mitgliedern eine Corona-Blitzumfrage gestartet, an der 151 Unternehmen teilgenommen haben. Dabei kommt Überraschendes zu Tage: Obgleich die negativen Entwicklungen der Wirtschaft auch die Holzpackmittelindustrie hart treffen, überwiegen doch in dieser fast ausschließlich von kleinen und mittelständischen geprägten sowie regional sehr verwurzelten und oft seit Generationen in Familienhand befindlichen Betrieben die Sorgen um die Sicherheit der Arbeitsplätze und die Gesundheit der Mitarbeiter. „Das ist typisch HPE. In Guten und in schlechten Zeiten steht die Branche zusammen und nimmt ihre Verantwortung – teils in 6. oder gar 7. Generation – nicht nur für ihre Kunden, sondern auch für die Mitarbeiter sehr ernst. Für viele war es ein schwerer Schritt, überhaupt zum ersten Mal in der langen Firmengeschichte vom Instrument der Kurzarbeit Gebrauch zu machen“, erklärt Marcus Kirschner, Geschäftsführer des seit 150 Jahren bestehenden Verbands.

Auch sonst lassen die Ergebnisse aufhorchen: So berichten 72,5 Prozent der befragten Unternehmen von negativen Auswirkungen. 64 Prozent der befragten Unternehmen berichten von mittleren bis gravierenden negativen Umsatzentwicklungen. Bei den Bereichen, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind, ergibt sich dagegen ein eher differenziertes Bild: So ist die Kistenherstellung laut 51 Prozent der Befragten besonders negativ betroffen, während dies im Bereich der Palettenherstellung nur 42 Prozent der befragten Unternehmen so sehen. „Ein wesentlicher Grund für diesen recht großen Unterschied dürfte sein, dass Kisten besonders in den Bereichen Maschinenbau, Messebau und Automotive benötigt werden, die ja bekanntermaßen von der Pandemie besonders getroffen wurden. Lebensmittel und Pharmazeutika werden hingegen überwiegend auf Paletten verschickt, hier sind die Verluste daher auch geringer“, so Kirschner. Ebenfalls interessant: Es gibt laut HPE-Blitzumfrage auch Unternehmen, die insgesamt oder in Teilbereichen positiv von der Corona-Krise betroffen sind. So gaben rund 30 Prozent an, dass unter anderem die Bereiche Palettenherstellung, Kistenherstellung und Lagerung davon profitiert hätten. „Bei Lagerdienstleistungen ist das leicht erklärbar. Einerseits führen die Reisebeschränkungen dazu, dass keine Abnahmen der bereits produzierten Maschinen und Anlagen und damit auch kein Versand erfolgen können. Andererseits gibt es weiterhin Schwierigkeiten beim Warenfluss in den Logistikketten und damit auch mit der Teileversorgung“, erklärt Kirschner. Beim Thema Kurzarbeit gaben 43 Prozent der Befragten an, bislang keine beantragt zu haben. Dem stehen rund 61 Prozent der Betriebe gegenüber, die bereits Kurzarbeit angemeldet haben oder die dies aktuell vorbereiten. Dazu Kirschner: „Laut unserer Befragung liegt der durchschnittliche Umfang der Kurzarbeit in den Betrieben bei rund 41 Prozent. Das war für viele das erste Mal.“ Beim Blick auf die kommenden drei Monate ergibt sich ein uneinheitliches Bild. Rund 30 Prozent der Befragten erwarten zunehmende Beeinträchtigungen, knapp 24 Prozent gaben an, dass die Probleme auf gleichem Niveau weitergehen und immerhin 26 Prozent der Unternehmen blicken optimistischer in die nahe Zukunft. Bei der Einschätzung bis zum Jahresende halten sich Optimisten wie Pessimisten fast die Waage: 36 Prozent der Befragten geben an, dass die Beeinträchtigungen in Sachen Aufträge und Stornierungen abnehmen werden, 38 Prozent der Unternehmen sind der Ansicht, dass diese zunehmen werden und 15 Prozent gehen davon aus, dass sich nichts verändern wird. Die Prognose für 2021 trauten sich hingegen nur 75 Prozent der Unternehmen zu. „Hier ergab sich ein sehr heterogenes Bild: 24 Prozent sind optimistisch, 22 Prozent glauben an eine sich nicht verändernde Lage und 21 Prozent gehen von schlechteren wirtschaftlichen Entwicklungen aus. Dass es sehr viel besser oder sehr viel schlechter wird, glauben hingegen die Wenigsten. Eine weitere Frage befasste sich mit den Problemen in der Lieferkette. „Die Sorgen diesbezüglich spielen tatsächlich eine eher untergeordnete Rolle. Allerdings besteht eine ernstzunehmende Unsicherheit im Hinblick auf die Kontinuität und die Qualität der Schnittholzversorgung“, erklärt der HPE-Geschäftsführer.

Abschlussfrage zu den größten Herausforderungen für die Zukunft

Spannendes Finale der HPE-Umfrage war eine frei zu beantwortende Frage zu den größten Herausforderungen für die Zukunft, an der sich 125 Unternehmen beteiligten: Danach stehen die Sicherung der Arbeitsplätze (18 Prozent) und die Gesundheit der Arbeitnehmer (17 Prozent) gemeinsam an erster Stelle – dicht gefolgt von der Liquiditätssicherung, die für 11 Prozent der befragten Unternehmen ein wichtiges Thema darstellt. „Die Sorge der Holzpackmittelbranche gilt in allererster Linie den Mitarbeitern und der wirtschaftlichen Existenz dieser Mitarbeiter. Das zeigt das besondere Verantwortungsbewusstsein der Branche, die überwiegend aus familiengeführten kleinen und mittelständisch geprägten Unternehmen besteht“, so Marcus Kirschner und schließt: „Alles in allem kann man sagen, dass die Lage zwar ernst, aber nicht hoffnungslos ist. Und die wichtigste Erkenntnis unserer Umfrage besagt ganz klar: Unsere Unternehmen sind seit Generationen dem Wohle der Mitarbeiter verpflichtet und am langfristigen Erfolg orientiert. Das überstrahlt die negativen Entwicklungen deutlich und macht die Stärke der Branche aus.“ HPE/DS

Grafiken zur HPE-Umfrage: HPE e.V.

Zum HPE: Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. feierte 2019 sein 150-jähriges Bestehen. Er ist ein Fachverband mit mehr als 420 überwiegend inhabergeführten Unternehmen aus allen Bereichen der Holzpackmittelindustrie, die etwa 80 % des Branchenumsatzes von rund 2,3 Mrd. Euro repräsentieren. Die Mitglieder des HPE sind Anbieter von Paletten, Packmitteln, Kabeltrommeln, Steigen und Spankörben aus Holz sowie Dienstleister aus den Bereichen Verpacken, Containerstau und Logistik. Der hochgerechnete Holzbedarf der Branche liegt – inklusive der Kleinbetriebe unter 20 Mitarbeitern – bei rund sechs Mio. Kubikmetern. 

Weitere Informationen unter www.hpe.de

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オーストリアアルプスのオオカミがちょっと問題 / Wolf in the Austrian Alps becomes a little problem

Written in Japanese (related article is below)

オーストリアアルプスでオオカミ🐺がでて牧草地で飼われている羊を襲っています。オオカミはEUでは保護対象になっていて、ドイツでも500頭ほどいて17の群れがあります。
 
被害状況に応じて酪農家は州政府から経済的支援を受けることができます。農家が心配していることは、けが人がでないか、将来的にこれまでと同じように酪農家として羊を飼っていくことができるのか、未来を含めた生活に関わることです。州政府側は保護対象として見られているオオカミを管理することをEUやNGOに働きかけようとしています。
 
オーストリアチロル州では、高山牧草地におけるオオカミ対策と保護の経済的な実現可能性を試験する取り組みをしています。日本ではプロジェクト実行可能性を判断するフィジビリティスタディと言われる方法です。
 
野生動物管理と農業と経済、これらは複雑に関連しているのでその間には課題が多いです。国境とかヒトが区分けした決まりに従うことなく、願わくは、こういう問題解決に繋がるようなことに自分のもってる時間を使いたいと思っています。

„Wolf gefährdet Almen und ängstigt Menschen“

Wolfssichtungen und Schafsrisse in Matrei i. O. sowie die Wolfssichtung am Bruckerberg führen zur Verunsicherung bei Tierhaltern und in der Bevölkerung. „Der Wolf ist in Europa schon lange kein gefährdetes Tier mehr“, so LHStv. Josef Geisler. 21. Mai 2020

Der Wolf ist in Tirol auf Beutezug.
Der Wolf ist in Tirol auf Beutezug.

Die Wölfe sind europarechtlich mehrfach streng geschützt. „Das darf nicht dazu führen, dass dadurch unsere Kulturlandschaft gefährdet wird und sich die Menschen nicht mehr aus dem Haus trauen. Der Wolf hat bei uns in Tirol keine bedingungslose Daseinsberechtigung“, so Bauernbundomann LHStv. Josef Geisler. 

Geisler fordert die EU und NGOs zum Umdenken auf: „Der Wolf ist in Europa schon lange nicht mehr gefährdet und der Schutzstatus für den Wolf muss neu bewertet werden. Alleine in Deutschland leben derzeit 500 Wölfe in 17 Rudeln. Pro Jahr kommen 200 bis 220 Welpen dazu. Wildtiere müssen nach den Bedürfnissen der Menschen gemanagt werden.“

Almwirtschaft absichern

„Auch habe ich es satt, dass bei der Diskussion um die Wolfsrisse das Leid der gerissenen Tiere regelmäßig heruntergespielt wird. Teilweise werden den Schafen und Ziegen ganze Körperteile bei lebendigem Leib abgebissen bzw. ganze Herden von im Jagdrausch des Wolfes über Felsvorsprünge in den Tod gestürzt“, schildert Geisler unmissverständlich deutlich die Sachlage. Er ist in Sachen Rückkehr des Wolfes schon lange in engem Austausch mit dem Südtiroler Bauernbund. 

„Ja, wir haben in Tirol ein faires und unbürokratisches Entschädigungsmodell für gerissene Nutztiere geschaffen, aber unseren Bauernfamilien geht es nicht um die finanzielle Entschädigung, sondern eben um das Wohlergehen ihrer Tiere. Viele Almbauern überlegen sich sehr gut, ob sie ihre Tiere in Zukunft noch auf die Alm bringen sollen, und das wäre für die Tiroler Almwirtschaft fatal“, so Geisler. Die Almwirtschaft stelle laut Geisler für Tirol, seine Bevölkerung und Urlauber ein unverzichtbares Alleinstellungsmerkmal dar. „Ohne unsere Almwirtschaft wäre unser Land nicht das, was es ist. Die herrliche Kulturlandschaft, die Erholungssuchende aus aller Herren Länder zum Wandern einlädt, wäre mit einem Mal eine Wald- und Staudenlandschaft. Und unsere heimischen Nutztiere würden auf einmal um ihr Tierwohl gebracht. Birgt doch der Sommer auf der Alm einen ganz wesentlichen Beitrag für mehr Fitness und Wohlbefinden der Tiere in sich.“ 

Herdenschutz nicht machbar

Kürzlich präsentierte das Land Tirol eine Machbarkeitsstudie zum Thema Herdenschutz, um die praktische Umsetzbarkeit sowie die Grenzen und Kosten von Herdenschutz mit Weidezaun bzw. Hund aufzuzeigen. 

„Leider mussten wir auch hier feststellen, dass auf einem Großteil unserer Almen ein Herdenschutz erst gar nicht machbar ist, da die Topographie bzw. die starke Frequenz durch Wanderer die Umsetzung entsprechender Herdenschutzmaßnahmen nicht zulassen. Von den Kosten und dem Arbeitsaufwand ganz zu schweigen.“ Nichtsdestotrotz mache das Land erste Schritte in Sachen Herdenschutz. 

Tirol lasse seine Bauern nicht im Stich, so der LH-Stellvertreter weiter, und zahle Entschädigungen aus: „Aber die Freiland- und Almhaltung deckt den Tisch für Raubtiere, und ein Bauer ist nicht der Futtermittelproduzent für Wölfe.“ Das Land Tirol habe bereits mehrere Maßnahmen von Entschädigungs- und Herdenschutzmaßnahmen gesetzt, aber Geisler hält dennoch fest: „Der Erhalt der heimischen Almwirtschaft und die Sicherheit stehen an oberster Stelle, und bislang hat noch kein Wolfexperte die Gefahr für Menschen komplett ausschließen können und erste Bauern überlegen bereits jetzt ihre Tiere nicht mehr auf die Almen zu bringen. Entnahmen als letzte Konsequenz sind daher auch laut österreichischen Wolfmanagement-Plan nicht auszuschließen.“

 

LAbg. Mayerl: Entnahme von „Problemwölfen“ erleichtern

Seit letzter Woche häufen sich die Wolfsrisse in Osttirol. Für Bezirksbauernobmann LAbg. Martin Mayerl bedeutet das im Hinblick auf die bevorstehende Almsaison eine sehr große Verunsicherung. 21. Mai 2020

“Problemwölfe müssen entnommen werden”, fordert der Osttiroler LAbg. Martin Mayerl.

„In diesen Tagen starten unsere Bauern damit, ihre Tiere auf die Almen zu bringen. Wenn der Wolf bereits jetzt bei helllichtem Tag in unmittelbarer Siedlungsnähe auftaucht, möchte ich mir gar nicht vorstellen, wie sich dann die Lage im Sommer auf den Almen zuspitzt. Das verunsichert nicht nur unsere Bauern, sondern auch die Menschen, die in diesen Siedlungen wohnen bzw. im Sommer Wanderungen unternehmen“, erklärt Mayerl und ergänzt: „Dass der Wolf keine Scheu mehr vor Siedlungsgebieten hat, so wie das kürzlich in Bruck und Matrei der Fall war, ist kein natürliches Verhalten.“ Darüber hinaus sieht Mayerl die Jahrhunderte lang praktizierte Almwirtschaft massiv gefährdet. „Ein Nebeneinander von Almtieren und einer zunehmenden Wolfspopulation ist nicht möglich. Auch für den Tourismus, der derzeit coronabedingt wohl sehr viele Herausforderungen hat, ist die Präsenz von auffälligen Wölfen wohl alles andere als zuträglich.“

Wirksamer Herdenschutz ist nur sehr selten möglich

Das vom Land beauftragte Büro Alpe, das eine Machbarkeitsstudie zum Herdenschutz auf der Alm erstellt hat, kommt darüber hinaus zum Schluss: „Wirksamer Herdenschutz ist aufgrund der Topographie nur auf einem ganz kleinen Teil der Almen möglich. Die Kosten betragen zwischen 8 und  70 Euro je Schaf und sind aus der Landwirtschaft nicht zu erwirtschaften.“

Mayerl war bei der Präsentation der Studie dabei und zitiert Studienautor Daniel Mettler zu seinen Erfahrungen aus der Schweiz: „Herdenschutz hat auch Grenzen. Herdenschutz funktioniert in Kombination mit Regulierung und gezielten Abschüssen.“

Der Bauernbund wird sich auf nationaler und europäischer Ebene für eine Lockerung des Schutzstatus für den Wolf einsetzen. Derzeit gibt es europaweit über 30.000 Wölfe. „Dieses Tatsache bedeutet, dass der Wolf keineswegs mehr vom Aussterben bedroht ist. Deswegen verlangen wir, die guten Erhaltungszustände des Wolfes europaweit zu sehen. Dieses Vorhaben wird aber nicht von heute auf morgen umsetzbar sein. Bei allem Gegenwind, der dazu zu erwarten ist, brauchen die Bauern praxisnahe Lösungen des Problems. Das kann nur durch eine erleichterte Entnahme von auffälligen Wölfen und Problemwölfen erreicht werden“, so Martin Mayerl abschließend.

アルプスには農家だけではなく観光客など多くの人が訪れます。オオカミによって観光業にも影響がでることは想像しやすいです。

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Agriculture, Forestry & Fisheries / 農林水産

まだ続く森林土壌の乾燥 / Forest soil still drying

ドイツの乾燥問題はまだ続いています。
今夏の干ばつを防ぐために必要な雨量はまだありません。
2020年は天候についてもHorror-Jahr「恐怖の年」と専門家は言ってます。
森林にとっては雨不足、干ばつ問題、キクイムシ問題、コロナの影響はまだまだ続きそうです。

2020年5月6日から5月18日までの2週間の経過
1952年から2019年までの土壌乾燥度を比較したもの。特にここ3年程度がひどいです

バーデンヴュルテンベルクでは乾燥問題に対応する森林所有者に対して支援をしようと政府も働きかけていますが、反対意見もありスムーズにはいかないようです。夏までに森林再生戦略(eine Gesamtstrategie zur Wiederbewaldung)を発表すると。

19. Mai 2020, 15:53 Uhr

Regierung – Stuttgart:Regierung will Waldbesitzern im Kampf gegen Dürre helfen

Agrar

Peter Hauk (CDU) spricht bei einer Regierungspressekonferenz. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Stuttgart (dpa/lsw) – Wegen der anhaltenden Trockenheit will die Landesregierung Waldbesitzern noch stärker unter die Arme greifen. Dürre, Hitze und Schädlinge wie der Borkenkäfer machten den Bäumen zu schaffen, erklärte Agrarminister Peter Hauk (CDU) am Dienstag in Stuttgart. Auch die Corona-Pandemie wirke sich auf die Wälder aus: Der Export der Sägewerke sei in der Krise teils völlig zusammengebrochen, der Abtransport stocke. Wenn das Holz aber im Wald gelagert wird, werde es von Käfern besiedelt, die dann neue Bäume befielen. Ruinöse Holzpreise und hohe Kosten für die Aufarbeitung von Schadhölzern führten dazu, dass viele Waldbesitzer nicht mehr in der Lage sein werden, ihre Wälder zu pflegen.

“Wir müssen die Waldbesitzer animieren, den Wald zu erhalten”, sagte Hauk. Bei den bisherigen Hilfen müsse nachgesteuert werden, sagte Hauk. Die Rede ist von einer Flächenprämie, um Waldbesitzer zu unterstützen, Wälder auch in einem wirtschaftlich und klimatisch extrem schwierigen Umfeld weiter ordnungsgemäß zu pflegen. Er kündigte bis zum Sommer eine Gesamtstrategie zur Wiederbewaldung an.

Die SPD kritisierte das Vorhaben. Eine Flächenprämie für Waldbesitzer berge die Gefahr von Gießkannensubventionen – also Hilfe auch für die, die es gar nicht benötigen, betonte Reinhold Gall, der forstpolitische Sprecher der SPD-Fraktion. Die von Bund und Land bereits im Herbst bereitgestellten Millionen seien zudem bislang kaum vor Ort angekommen.

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Agriculture, Forestry & Fisheries / 農林水産 Geographic Information Science / 地理情報科学

Austrian webinar for drone utilization

Written in Japanese

オーストリア連邦農業地域観光省が主催する農村地域活性化プログラムのオンラインセミナーに参加しました。
 
このプログラムは、農業や林業、バリューチェーン、環境保護、エネルギー生産、農村観光に関係する多くの参加者の協力とネットワークを促進することを目的に農村地域の課題に対する意識を高めることを目指しています。
 
第2回目のセミナー内容は農山村でのドローン活用の可能性についてです。資源量調査から管理体制整備までドローンはあらゆる場面で効果的に利用できることが研究面でも実務面でも分かってきています。

Webinar Drohnenflug im und über den Wald

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coronavirus pandemic / コロナパンデミック

コロナウイルスによる封鎖の影響を受けたヨーロッパの港 / European Ports Hit by Coronavirus Lockdowns

コロナパンデミックにより、ヨーロッパ貿易港の3分の2で船の寄港が大幅に減った。フェリーやクルーズ船の乗客数は記録的な低水準。ロッテルダム、ハンブルク、ロサンゼルス、ニューヨークなどの大きなハブ港が最も影響を受けているけど、2008年金融危機後のように、最も早く回復することも期待されている。

European Ports Hit Hard by Coronavirus Lockdowns

Two-thirds of European ports report falling ship calls as pandemic triggers sharp contraction in global supply chains

European ports have been the hardest hit by crashing trade volumes due to the coronavirus pandemic. The Port of Hamburg in Germany is shown above. Photo: Krisztian Bocsi/Bloomberg News

By May 18, 2020 12:25 pm ET

European ports have been the world’s hardest hit trade gateways from the coronavirus pandemic, with up to two-thirds reporting significant declines in ship calls this month in a sign of the deep contraction in global supply chains.

The International Association of Ports and Harbors said in a report that in the first week of May around 65% of big European ports saw up to a quarter fewer ships coming in, compared with the average at this time of year.

Around 40% of ports outside Europe, including those in the U.S., saw a similar decline in port calls over the same period.

The reduced port calls come as container ship lines have sharply cut back on sailings out of Asia, scaling back capacity on the Asia-Europe and trans-Pacific lanes that are the backbones of global trade.



Shipping and port executives expect canceled sailings to peak in June and then start falling if the pandemic stops spreading and lockdowns continue to be relaxed. Container ships, car carriers and industrial dry-bulk vessels have been the hardest hit as manufacturing plants and auto factories continue to be rattled, while passenger numbers on ferries and cruise ships remain at record lows.

“In the coming weeks, several of the larger ports anticipate significant downturns in volumes due to blank sailings especially in the container and car moving segments,” said Theo Notteboom, a professor of port economics at the University of Antwerp in Belgium and a co-author of the report that was released on Friday.

“The larger hubs like Rotterdam, Hamburg, Los Angeles and New York will be impacted the most but are also expected to recover the fastest, as was the case after the 2008 financial crisis,” Mr. Notteboom said.

The study covered a total of 76 ports.

The figures paint a bleak picture of supply chains that have been roiled first by greatly diminished supplies from China after the country shut down a swath of its manufacturing sector in February to contain the spread of the virus and then by lockdowns in Western countries that have decimated consumer demand.

Retailers in the West have canceled large numbers of orders from Asian suppliers as a result, particularly from apparel providers.

“With global container volumes down overall between 8% and 10% and imports from Asia down between 10% and 15%, European and North American businesses are operating on survival mode to preserve cash, often suspending transit requests for goods already on their way,” Mr. Notteboom said.

Vessel operators are dropping scheduled sailings in a bid to conserve cash and maintain freight rates.

Denmark-based research group Sea-Intelligence LLC said Monday that canceled container ship sailings from Asia to Europe are up 350% from the average at this time of the year, while voided journeys to U.S. gateways on the West and East coasts were up 280% and 300%, respectively.

Port of Los Angeles Executive Director Gene Seroka said last week that activity in the country’s busiest port was at 80% compared with normal levels, after an 18.5% year-over-year drop in container volumes in the first quarter.

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coronavirus pandemic / コロナパンデミック

イタリアが3か月ぶりに開国 / Italy opens for the first time in 3 months

Written in Japanese (related article is below)

5月17日、ヨーロッパ各国で国境封鎖の緩和が進められています。
昨日からドイツではサッカーのブンデスリーガが再開されました。
一昨日にはドイツとデンマークやルクセンブルクの国境が通行可能になりました。
明日からはバイエルン州ではビアガーデンの営業が許可されます🍻国境の話とは関係ない。

ただ、どの規制緩和もコロナ感染拡大を予防するための条件付きです。
どの国もマスク着用義務はしばらく続くと思います。

国境も含めて色んな規制緩和が進んでいっていますが、どこが行けてどこが行けないのか、行くことはできるが行動を制限する条件等があるのか等、状況を把握することがとてもややこしくなってきました。

コロナと付き合うとはこういうことなのか。

https://www.corriere.it/…/frontiere-tanti-limiti-uscire-dal…
例えば、イタリア・ローマから行ける国と行けない国はこんな感じ(5月16日時点)
イタリアは6月3日に開国
およそ3ヵ月ぶり
L’Europa

Frontiere, dal 3 giugno l’Italia riapre i confini. Con tanti limiti: ecco quali

Il nostro Paese riaprirà a tutti dal 3 giugno, Berlino lavora per ripristinare Schengen. Qualcuno, come l’Austria, si è già mosso (ma solo verso alcuni vicini). Domani i ministri degli Esteri Ue in video conferenza affronteranno il tema della riapertura delle frontiere

di Francesca Basso

Frontiere, dal 3 giugno l'Italia riapre i confini. Con tanti limiti: ecco quali

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Domani, 18 maggio, forse sapremo se da giugno anche gli italiani riusciranno a spostarsi nei Paesi Ue in libertà, senza quarantene e autocertificazioni. Roma ha già deciso che dal 3 giugno riaprono le frontiere italiane a tutti i cittadini dell’area Schengen senza distinzioni, senza quarantena e senza autocertificazione. E domani il ministro degli Esteri Luigi Di Maio cercherà di aprire canali simili anche con gli altri Paesi Ue nella videoconferenza che si terrà sull’argomento tra i ministri degli Esteri europei. Obiettivo usare le prossime due settimane per arrivare a un’uscita totale dal confinamento in modo coordinato come anche auspicato dalla Commissione europea.

In ballo ci sono le vacanze degli italiani e degli europei ma anche la sopravvivenza del settore turistico che nella Ue vale il 10% del Pil, pari a circa 1.400 miliardi, e che per alcune regioni italiane è la principale attività economica. Per questo la Commissione Ue ha presentato mercoledì scorso un pacchetto di linee guida per aiutare gli Stati membri a uscire gradualmente dal lockdown e in modo coordinato nel rispetto della salute. Si tratta però di raccomandazioni, perché vanno a toccare settori di competenza esclusiva degli Stati membri come le frontiere e la sanità. Per la Commissione è fondamentale il principio di non discriminazione: se uno Stato membro decide di permettere di viaggiare all’interno del proprio territorio o in specifiche regioni del proprio territorio, deve farlo in modo non discriminatorio consentendo l’accesso a chi proviene da tutte le aree, regioni o Paesi che nella Ue hanno una situazione epidemiologica simile e in cui «vi sono capacità sufficienti in termini di ospedali, test, sorveglianza e monitoraggio di contatti».

GUARDA IL GRAFICO
I viaggi degli italiani verso i Paesi Ue

Alcuni Stati Ue si stanno già muovendo e stanno aprendo le frontiere ai Paesi confinanti. L’Italia al momento è però esclusa.

Le frontiere Italia-Austria

Dalla mezzanotte di ieri, ad esempio, l’Austria riaprirà le frontiere con la Repubblica Ceca, la Slovacchia e l’Ungheria. I controlli ai confini saranno allenati e questo consentirà la libera circolazione delle persone e delle merci e migliorerà la situazione per i pendolari e per chi vive nelle zone prossime alla frontiera. L’Austria tre giorni fa aveva già riaperto le frontiere con Germania, Liechtenstein e Svizzera. Ma ha ribadito la chiusura delle frontiere con l’Italia se non per motivi di lavoro e traffico merci. Insomma: le frontiere Italia-Austria restano chiuse: può entrare solo chi ha un tampone negativo non più vecchio di 4 giorni o chi accetta di sottoporsi a un isolamento di 14. Anche l’Italia non le ha ancora allentate nei confronti di Vienna e degli altri Paesi Ue, ma dal 3 giugno sarà diverso.

Le frontiere Italia-Slovenia

La Slovenia, primo Paese ad avere dichiarato la fine dell’emergenza, inizialmente ha annunciato confini aperti ai cittadini Ue per poi precisare che servono prima negoziati bilaterali con i vicini. Quindi proseguirà i controlli alle frontiere. Le frontiere con la Slovenia, insomma, restano chiuse, con 9 checkpoint funzionanti: può entrare chi ha un test negativo non più vecchio di 4 giorni.

I viaggi per la Grecia

Con la Grecia i collegamenti aerei con l’Italia sono sospesi fino al 31 maggio e come ricorda il sito dell’ambasciata d’Italia ad Atene, in base alla normativa vigente in Italia, sono vietati i viaggi e gli spostamenti per turismo dall’Italia all’estero.

Le frontiere con la Svizzera

La Svizzera ha fatto sapere che riaprirà le frontiere con Germania, Francia, Austria a patto che l’evoluzione dell’epidemia da coronavirus lo permetta e alle stesse condizioni frontiere spalancate, anche per turismo, tra Austria e Germania, Francia e Germania. Berlino sta però lavorando al ripristino totale della libera circolazione delle persone dai Paesi Schengen. In Svizzera gli italiani hanno continuato a recarsi anche durante il lockdown per motivi di lavoro. Le frontiere restano aperte per chi ha un permesso di lavoro o di soggiorno.

I viaggi per la Spagna

Gli italiani che vorranno andare in Spagna, invece, dovranno tenere presente che Madrid ha prolungato lo stato di emergenza per un altro mese. Per chi arriva dall’Italia è prevista la quarantena.

Le frontiere con la Francia

Con la Francia le frontiere sono aperte a chi ha famigliari o motivi di lavoro «esenziali».

I viaggi per la Germania

Le frontiere sono aperte a chi è residente o a chi ha «comprovata urgenza»: obbligatorio, però, isolarsi per 14 giorni.

Gli altri Paesi: dal Belgio agli Usa

Alcuni Paesi impongono la quarantena a chi arriva dall’Italia, dal Belgio alla Danimarca all’Olanda (dove l’isolamento è consigliato). Non ci sono restrizioni per chi arriva dall’Italia negli Stati Uniti. Con la Cina le frontiere sono ancora chiuse, salvo eccezioni

I principi per allentare il lockdown europeo

La questione sicurezza resta prioritaria, il timore è una seconda ondata di contagi. I tre principi su cui si basa la strategia europea per l’allentamento del lockdown coordinato si basa su tre criteri: epidemiologico (l’Agenzia europea che monitora l’andamento epidemiologico Ecdc, aggiornerà una lista di aree a bassa circolazione del virus); capacità di contenimento e capacità di tracciamento attraverso le app. Il ripristino dei trasporti transfrontalieri aerei, ferroviari, marittimi e stradali dovrà tenere conto di misure di sicurezza per la salute come la riduzione della densità dei passeggeri e il distanziamento. (Qui una proposta, al vaglio della Commissione europea, che prevede l’istituzione di «zone rosse» e «verdi» in tutta Europa). Lo sforzo diplomatico è quello di arrivare a una riapertura totale delle frontiere da metà giugno. Fino al 15 sono chiusi i confini per chi viene da Paesi extra Ue. 16 maggio 2020 (modifica il 18 maggio 2020 | 10:26) © RIPRODUZIONE RISERVATA

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coronavirus pandemic / コロナパンデミック

スウェーデンが選んだ特別な道とその後 / Sweden’s special route and its consequences

Written in Japanese (original article is below)

Schwedens Sonderweg und seine Folgen, 15. Mai 2020

「スウェーデンが選んだ特別な道とその後」

2020年5月15日の南ドイツ新聞の記事です。

コロナパンデミックで世界各国でロックダウンや外出禁止等の制限を課していくなかで、スウェーデンは特に制限を設けずに(ザクっというと)自由を優先することを選びました。

記事の趣旨はこの一言です。

“Wirtschaftsprognostiker haben derzeit einen ähnlich schweren Job wie Epidemiologen”

いま、(予測する)経済学者は疫学者と同じくらい困難な仕事に直面している

はたして、スウェーデンの経済は、厳しい規制をしてきたドイツや近隣の北欧諸国の経済よりも本当に影響は小さいのか。答えは、経済的な影響を説明するにも今の段階ではまだ誰も何も言えないということ。経済学者がいうひとつ確かなことは、世界的な景気後退はスウェーデンも直面するということ。

学校をはじめレストランやジム等の閉鎖はなかったけど、国内消費を見ても他国とあまり差はない。制限はされなかったけどホームオフィスが多くて、買い物に行く人は少なく、客が少ないホテルも営業をやめた。もしかすると「サービス業部門」に違いがでるかもしれない。欧州委員会ではスウェーデンの経済が6.1%、ドイツ6.5%、デンマーク5.9%下落し、フィンランドとノルウェーでも同程度の数値が予測されている。

経済活動を制限しなくても制限する場合と同じ効果になってしまう状況、日本の「自粛ムード」に似ている。

コロナパンデミックの影響は大きい。まだまだ見えない影響がたくさんある。

15. Mai 2020, 17:30 Uhr

Coronavirus:Schwedens Sonderweg und seine Folgen

Stockholm

Vergangene Woche in Stockholm: Die Restaurants sind geöffnet, und die Schweden nutzten die Möglichkeit, bei schönem Wetter draußen zu sitzen.(Foto: AFP)

In der Corona-Krise wird die Strategie Schwedens aufmerksam beobachtet. Läden, Cafés und Restaurants blieben normal geöffnet. Doch wird Schwedens Wirtschaft so wirklich weniger leiden?

Von Kai Strittmatter und Bastian Brinkmann, Stockholm

In der Coronavirus-Pandemie ist etwas geschehen, was die Schweden selbst am meisten verblüfft: Ihr Land ist zu einer Chiffre geworden. Ihr Kurs in der Krise, der mehr auf Appelle und Eigenverantwortlichkeit setzt denn auf Restriktionen, ist mit einem Mal ein Banner, hinter dem sich überall auf der Welt erstaunliche Koalitionen versammeln, denen die Linie des eigenen Landes nicht passt: unter den neuen Schweden-Fans finden sich amerikanische Libertäre und europäische Rechtspopulisten, aber auch Unternehmer und Wirtschaftsvertreter, die schon länger neidisch ins vermeintlich geschäftigere Schweden blicken angesichts der zu erwartenden Wirtschaftseinbrüche.

In den USA warf Moderator Tucker Carlson vom konservativen Sender Fox News den eigenen Behörden vor, mit Ausgangssperren dem “chinesischen Modell zu folgen” anstatt dem großartigen schwedischen Kurs der Freiwilligkeit. Auf den Demos der rechten Wutbürger konnte man Plakate sehen: “Be like Sweden!” In Deutschland forderte die FAZ “Mehr Schweden wagen!” Die Bild fragt in einer Kolumne: “Und wie geht’s Schweden?” (Unterm Strich, so die Botschaft, super). In der Welt konnte man lesen, dass “Schweden vieles besser macht”, unter anderem, weil in dem Land “das Coronavirus ohne Schaden für Grundrechte und Arbeitsplätze erfolgreich eingedämmt” worden sei.

Wirtschaftsprognostiker haben derzeit einen ähnlich schweren Job wie Epidemiologen

Wenn die Sache mit den Arbeitsplätzen denn stimmte. Das ist die große Frage: Wird Schwedens Wirtschaft am Ende tatsächlich glimpflicher davonkommen als die Deutschlands oder auch die der nordischen Nachbarländer, die auf strengere Restriktionen setzten? Die Behörden in Stockholm untermauerten ihren Kurs gern mit dem Argument, es sei langfristig der nachhaltigere. Die Hoffnung war, dass die psychischen aber auch die ökonomischen Folgekosten in der Gesellschaft bei dem entspannteren Ansatz am Ende die geringeren seien. Zumindest was die Wirtschaft angeht, könnte diese Hoffnung allerdings eine trügerische sein. Schweden werde am Ende wohl “nicht als wirtschaftlicher Gewinner” dastehen, betitelte das wirtschaftsfreundliche Svenska Dagbladet unlängst einen Vergleich Schwedens mit den anderen skandinavischen Ländern.

Die Prognosen liegen eng beieinander. Die Europäische Kommission etwa prophezeit Schweden einen Konjunktureinbruch von 6,1 Prozent, Deutschland ein Minus von 6,5 Prozent, und Dänemark 5,9 Prozent. Für Finnland und Norwegen werden ähnliche Zahlen vorhergesagt. Die deutsche Bundesregierung wiederum erwartet für Deutschland ein Minus von 6,3 Prozent, während die Riksbank, die schwedische Zentralbank ihrem Land gar ein Minus zwischen sieben und zehn Prozent vorhersagte. All diese Werte liegen zu nah beieinander. Die Methoden ihrer Berechnung sind zum jetzigen Zeitpunkt zu unsicher, um wirklich Unterschiede belegen zu können. Wirtschaftsprognostiker haben derzeit einen ähnlich schweren Job wie Epidemiologen: Sie wissen auch nicht, wie das Virus sich weiter verhalten wird – und wie die Menschen darauf reagieren.

In einem allerdings sind sich die Ökonomen einig: Der Absturz der Weltwirtschaft wird auch Schweden voll treffen, und das ist kein Wunder. Denn auch in Schweden ist die Industrieproduktion zum Erliegen gekommen, erst Ende April wurde sie teilweise wieder aufgenommen. Der Autobauer Volvo etwa ließ letzte Woche wieder all seine Fabriken anlaufen. Wie in Deutschland haben auch schwedische Fabriken Probleme, etwa dass Teile fehlen, weil die weltweiten Lieferketten gerissen sind. Für die erwartete Arbeitslosigkeit haben Schwedens Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft eben erst für dieses Jahr Werte von um die zehn Prozent vorhergesagt. Und ähnlich wie Deutschland ist Schweden sehr abhängig vom Export, der fast die Hälfte seiner Wirtschaftsleistung ausmacht. Prognosen auf diesem Feld beruhen im Moment fast ausschließlich auf Umfragen unter betroffenen Firmen, und da klingen die Klagen im Norden fast überall gleich. Ein “Horrorjahr für die dänischen Exporte” erwartet der Verband der dänischen Industrie, “nachtschwarze” Monate prognostiziert in Stockholm der Verband “Business Sweden”.

Es lohnt jedoch der Blick auf den Binnenkonsum, denn hier könnte der schwedische Sonderweg einen Unterschied machen. Schließlich waren die Restaurants, die Fitnessstudios und die Schulen bis zur zehnten Klasse hier nie geschlossen. Kaufen die Schweden also in diesem Jahr mehr ein als die Deutschen, gehen sie häufiger ins Café? Erste Indizien deuten an, dass die Antwort ist: ein bisschen. Allerdings kann noch niemand sagen, wie groß das Bisschen ist.

Einen positiven “Schweden-Effekt” im Dienstleistungssektor vermutet etwa die Versicherungs- und Bankengruppe Länsförsäkringar. “Verglichen mit anderen Ländern haben wir die Möglichkeit, besser durchzukommen,” sagte auch Ylva Hedén Westerdahl der SZ. Sie ist die Prognose-Chefin des staatlichen Konjunkturinstituts. Allerdings ist ihr wichtig zu betonen, dass auch die Schweden zu Hause bleiben und viele im Homeoffice arbeiten. Ja, theoretisch könne man einkaufen gehen, aber in der Praxis meldet der schwedische Einzelhandel “sehr, sehr niedrige Zahlen”. Hotels etwa durften geöffnet bleiben, tatsächlich aber schlossen nicht wenige Hotels, weil die Gäste ausblieben. Die Altstadt von Stockholm sah die letzten zwei Monate kaum weniger gähnend leer aus als die Innenstadt anderer europäischer Städte. Die Bekleidungskette MQ meldete im April Insolvenz an, nachdem die Kunden ausgeblieben waren. Auch freiwillige Verhaltensänderungen könnten “sehr dramatische Folgen haben”, sagt John Hassler. Er arbeitet als Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Stockholm. Menschen in Ländern mit hohem Vertrauen in die Regierung wie in Schweden folgten auch ohne Verbote und Restriktionen den Behördenempfehlungen eher als in anderen Staaten, glaubt Hassler.

Ob die Strategie den Schweden am Ende einen kleinen Vorteil verschafft, ist noch unklar

Erste Bewegungsdaten von Smartphone-Kartenunternehmen wie Google und Apple deuten darauf hin, dass sich das Ausgehverhalten der Schweden im März und April nicht allzu sehr unterschied von dem der Dänen und der Norweger. Die Schweden waren demzufolge ein wenig mehr unterwegs, zum größten Teil blieben aber auch sie zu Hause. Ein ähnliches Bild zeichnen die Banken mit Blick auf die Kredit- und Bankkarten-Transaktionen ihrer Kunden. SEB und Swedbank etwa meldeten jeweils bis Mitte April einen Rückgang der Kartenzahlungen um 25 bis 30 Prozent. Forscher der Universität Kopenhagen, die die Konto-Daten von fünf Millionen Kunden der Danske Bank in Dänemark und Schweden ausgewertet haben, kommen für die ersten Wochen der strengen Ausgangssperren in Dänemark auf einen nur kleinen Unterschied zwischen beiden Ländern: Von Anfang März bis zum 5. April waren von dänischen Konten im Durchschnitt 29 Prozent weniger Geld abgeflossen, von den schwedischen 25 Prozent.

Unterm Strich bleibt: Die Schweden wird es wohl ähnlich hart treffen wie andere europäische Länder. Ob ihre Strategie ihnen am Ende einen kleinen Vorteil verschafft, ist derzeit unklar. Und so schnell wird es dafür auch keine Antwort geben, sagt Torbjörn Isaksson, Chefanalyst der Nordea-Bank in Schweden: “Bis wir das richtig wissen, dauert es noch ein bis zwei Jahre.”

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Agriculture, Forestry & Fisheries / 農林水産

フィンランドの木材貿易事情 / Finnish timber trade situation

Written in Japanese (original article is below)

フィンランドの主な製材輸出国のひとつはエジプト。その主な輸出先の産業は観光と石油に由来しているものだけど、どちらもコロナウイルスの影響で上手くいっていない。もうひとつは中国。コロナの影響で工業生産全体で急激な減速があったけど、今は明らかに改善している。イギリスでは建設部門がほぼ停止していて、5月に再開する予定。サウジアラビアでは、原油価格の急激な下落が建設を縮小する予測。ドイツとフランスでは、建設が大幅に減少している。あと日本の状況ではフィンランドからの製材輸出状況は今の状態が妥当だと。
 
オーストリアの業界誌が取り上げる記事で日本とフィンランドのことが書かれていた。フィンランド大使館にフィンランド形式の木造建築物を日本の技術者と協力して素早く建てた先例だっていう話だと思うけど、これはまるで、技術者付き木造建築製品の輸出の例だな。

Japan am Beginn einer neuen Holzbauära

Tragkonstruktion aus Finnland in nur elf Tagen errichtet

Ein Artikel von Raphael Zeman | 14.05.2020 – 10:39 Dieser Holzpavillon ist ein Vorzeigebeispiel für internationale Zusammenarbeit. Unter anderem wurde schon bei der Herstellung der Holzbauelemente in Finnland auf die Gegeben- und Gepflogenheiten in Japan geachtet. Laut dem Architekten Atsushi Ueda habe die Ära des Bauens mit Holz dort gerade erst begonnen und ein grenzübergreifender Austausch sei dabei für alle Beteiligten von Vorteil.

Seit Anfang Mai bereichert der Holzpavillon die finnische Botschaft in Tokio und wird fortan als Veranstaltungsort genutzt. Während der Olympischen und Paralympischen Spiele 2021 soll zudem das finnische Nationalteam darin untergebracht werden. Die von der finnischen Holzindustrie Metsä Wood gefertigten Elemente wurden im Werk von Timberpoint in Loviisa abgebunden. Die schnelle Herstellung der vorgefertigten Elemente innerhalb von nur sieben Wochen sei auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Produzenten von Beginn an in den Planungsprozess involviert waren und eng mit dem Statiker zusammenarbeiteten, so Metsä Wood in einer Aussendung. Ein besonderes Detail stellte dabei die Treppe aus Furnierschichtholz-Platten dar: „Die Treppe lag mir am meisten am Herzen. Sie war außerordentlich anspruchsvoll und hochwertig und es hat Spaß gemacht, sie zu bauen“, erzählt Marko Suonpää, Miteigentümer von Timberpoint.

Teamarbeit ist Um und Auf

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Ein 25 t-Mobilkran reichte aus, um die vorgefertigten Holzelemente zu montieren. © Metsä Wood

Bereits bei der Herstellung der Holzbauelemente wurde auf die Vorgehensweise in Japan geachtet. Da die dortige Gesetzgebung die Verwendung großer Transportfahrzeuge im Stadtgebiet verbietet, waren die Bauteile maximal 9 m lang. Zudem wurden sie in der Reihenfolge der Montage in die Container gelegt und dann nach Japan verschifft. Vor Ort übernahm dann der Holzbaubetrieb Puurakentajat die Montage der Tragkonstruktion, welche in nur elf Tagen errichtet wurde. Danach war Guest House unter der Leitung des japanischen Architekten Atsushi Ueda für den Fenstereinbau und die Fertigstellung der Innenräume und sichtbaren Oberflächen zuständig. „Das Design des Pavillons unterscheidet sich deutlich vom japanischen Stil. Das Beste ist die Vorfertigung“, so Ueda.

„Wenn sie gut konzipiert sind, können neue Holzstrukturen leicht auf älteren Fundamenten errichtet werden“, befindet Jyrki Huttunen, CEO von Puurakentajat. In diesem Fall wurde der Pavillon mithilfe eines 25 t-Mobilkrans auf einer bestehenden Garage platziert. Nach den Olympischen Spielen kann der Pavillon abgebaut und an einem anderen Standort neu errichtet werden.

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„Die Zusammenarbeit mit den japanischen Zimmerleuten lief sehr gut, auch wenn wir keine gemeinsame Sprache haben“, erzählt Huttunen und Ueda fügt hinzu: „Es wäre für beide Länder von Vorteil, wenn wir diese Verbindung und dieses Netzwerk für die Zukunft ausbauen würden. Die neue Ära des Bauens mit Holz hat in Japan gerade erst begonnen. Ich bin fest davon überzeugt, dass dies auch für Finnland eine große Chance ist.“

Quelle: Metsä Wood

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Agriculture, Forestry & Fisheries / 農林水産 leterature / 文献

イタリアにおける認証された養殖水産物と消費者の行動の関係 / The relationship between certified aquaculture and consumer behavior in Italy

Written in English and Japanese (related article is below)

Interestingly, I read a recent paper surveyed on organic certification of farmed seafood and consumer preferences. Thank you so much, Dr. #FabrizioCapoccioni at #CREA (Council for Agricultural Research and Agricultural Economy Analysis) in Italy, for sending me your research. Not only in the fisheries field but also in other fields, there is the problem about „These are similar products, but if inexpensive A with unknown sales channel and expensive B with certificate environmentally friendly, which one would you buy?“. In Italy, more than 70% of families spend about 2000-6000 JPY per month on farmed seafood, and about half of consumers tend to buy certified food despite its high price. After all, I wonder if the conditions under which a certificated product can exert its effect are related to whether the consumer knows the intent of the certification or whether the consumer believes in the certified product.
 

養殖された魚介類の有機認証(organic certification)と消費者の選好について調査された最近の論文があります。水産分野に限らず「同様の商品でどのような生産工程を経て販売されているか分からないが安価なモノとしっかり環境に配慮している認証を受けた少し高価なモノ、どちらを買いますか」という問題があります。イタリアでは、養殖された水産食品に7割以上の家族が月平均2000~6000円くらい使っていて、消費者の約半分が割高だけど認証を受けた食品を買う傾向があるそうです。やっぱり、認証された商品がその効果を発揮できる条件は、消費者がその認証の意図を知っているのかどうか、もしくは、消費者が認証商品を信じているかどうか、という状況が関係しているのかな?

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Consumer Preferences for Farmed Seafood: An Italian Case Study

Domitilla Pulcini, Simone Franceschini, Luca Buttazzoni, Cristina Giannetti & Fabrizio Capoccioni Pages 445-460 | Published online: 16 Apr 2020

Come molti settori dell’economia italiana, anche l’acquacoltura ha subìto un rallentamento dovuto all’emergenza sanitaria legata alla pandemia in atto. Il lockdown con la conseguente chiusura dei ristoranti ha infatti modificato le abitudini e le attitudini dei consumatori italiani verso i prodotti ittici di allevamento. Secondo un recentissimo studio pubblicato dalla rivista scientifica internazionale Journal of Aquatic Food Product Technology dal titolo Consumer Preferences for Farmed Seafood: An Italian Case Study (Preferenze dei consumatori per il pesce d’allevamento: un caso di studio italiano) è emerso, infatti, che prima dell’emergenza sanitaria, gli italiani preferivano mangiare i prodotti dell’acquacoltura a casa (73%), ma almeno una volta al mese più di un quarto degli intervistati li consumava all’esterno: ristoranti di pesce (46%), taverne (32%) seguiti da ristoranti asiatici di sushi (25%).

«Oggi però, da un giorno all’altro, nonostante le aziende di acquacoltura abbiano continuato a avorare, rifornendo di prodotti freschi la grande distribuzione – ha spiegato Fabrizio Capoccioni, ricercatore del CREA Zootecnia e Acquacoltura, fra gli autori dello studio – sono venuti meno molti sbocchi di mercato, come le mense pubbliche e aziendali e soprattutto la ristorazione. Di questo ne hanno risentito in particolare gli allevamenti di molluschi, cioè  mitili, vongole e ostriche, che rappresentano il settore produttivo più importante per volumi in Italia.  Ciò ha comportato  che un gran quantitativo di prodotto adatto alla vendita, è rimasto in acqua invenduto».

Eppure l’acquacoltura, particolarmente in Italia, può rappresentare una soluzione alla crescente domanda di pesce, in quanto è in grado di produrre cibo fresco, da filiere corte ed estremamente controllate. Freschezza, qualità, sicurezza e sostenibilità, infatti, caratterizzano da sempre l’acquacoltura italiana, una delle migliori sul mercato, in quanto garantisce da sempre prodotti dagli elevati standard qualitativi (con controlli e mangimi di pregiata qualità ad es.), mantenendo prezzi competitivi rispetto ai prodotti esteri. Ricchi di proteine, acidi grassi nobili a lunga catena (PUFA omega-3), vitamine e minerali, inoltre, i prodotti dell’acquacoltura (pesci, molluschi e crostacei, ma anche le alghe), sono essenziali in una dieta sana e bilanciata.

«Per questo – conclude Capoccioni– il ritorno alla normalità deve rappresentare per l’acquacoltura italiana un’opportunità di rilancio, con il contributo decisivo di un consumatore consapevole, attento ed informato che sappia scegliere la qualità garantita dei nostri prodotti di allevamento».

 L’articolo è disponibile su richiesta ai seguenti indirizzi: fabrizio.capoccioni@crea.gov.it; domitilla.pulcini@crea.gov.it.