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オーストリアアルプスのオオカミがちょっと問題 / Wolf in the Austrian Alps becomes a little problem

Written in Japanese (related article is below)

オーストリアアルプスでオオカミ🐺がでて牧草地で飼われている羊を襲っています。オオカミはEUでは保護対象になっていて、ドイツでも500頭ほどいて17の群れがあります。
 
被害状況に応じて酪農家は州政府から経済的支援を受けることができます。農家が心配していることは、けが人がでないか、将来的にこれまでと同じように酪農家として羊を飼っていくことができるのか、未来を含めた生活に関わることです。州政府側は保護対象として見られているオオカミを管理することをEUやNGOに働きかけようとしています。
 
オーストリアチロル州では、高山牧草地におけるオオカミ対策と保護の経済的な実現可能性を試験する取り組みをしています。日本ではプロジェクト実行可能性を判断するフィジビリティスタディと言われる方法です。
 
野生動物管理と農業と経済、これらは複雑に関連しているのでその間には課題が多いです。国境とかヒトが区分けした決まりに従うことなく、願わくは、こういう問題解決に繋がるようなことに自分のもってる時間を使いたいと思っています。

„Wolf gefährdet Almen und ängstigt Menschen“

Wolfssichtungen und Schafsrisse in Matrei i. O. sowie die Wolfssichtung am Bruckerberg führen zur Verunsicherung bei Tierhaltern und in der Bevölkerung. „Der Wolf ist in Europa schon lange kein gefährdetes Tier mehr“, so LHStv. Josef Geisler. 21. Mai 2020

Der Wolf ist in Tirol auf Beutezug.
Der Wolf ist in Tirol auf Beutezug.

Die Wölfe sind europarechtlich mehrfach streng geschützt. „Das darf nicht dazu führen, dass dadurch unsere Kulturlandschaft gefährdet wird und sich die Menschen nicht mehr aus dem Haus trauen. Der Wolf hat bei uns in Tirol keine bedingungslose Daseinsberechtigung“, so Bauernbundomann LHStv. Josef Geisler. 

Geisler fordert die EU und NGOs zum Umdenken auf: „Der Wolf ist in Europa schon lange nicht mehr gefährdet und der Schutzstatus für den Wolf muss neu bewertet werden. Alleine in Deutschland leben derzeit 500 Wölfe in 17 Rudeln. Pro Jahr kommen 200 bis 220 Welpen dazu. Wildtiere müssen nach den Bedürfnissen der Menschen gemanagt werden.“

Almwirtschaft absichern

„Auch habe ich es satt, dass bei der Diskussion um die Wolfsrisse das Leid der gerissenen Tiere regelmäßig heruntergespielt wird. Teilweise werden den Schafen und Ziegen ganze Körperteile bei lebendigem Leib abgebissen bzw. ganze Herden von im Jagdrausch des Wolfes über Felsvorsprünge in den Tod gestürzt“, schildert Geisler unmissverständlich deutlich die Sachlage. Er ist in Sachen Rückkehr des Wolfes schon lange in engem Austausch mit dem Südtiroler Bauernbund. 

„Ja, wir haben in Tirol ein faires und unbürokratisches Entschädigungsmodell für gerissene Nutztiere geschaffen, aber unseren Bauernfamilien geht es nicht um die finanzielle Entschädigung, sondern eben um das Wohlergehen ihrer Tiere. Viele Almbauern überlegen sich sehr gut, ob sie ihre Tiere in Zukunft noch auf die Alm bringen sollen, und das wäre für die Tiroler Almwirtschaft fatal“, so Geisler. Die Almwirtschaft stelle laut Geisler für Tirol, seine Bevölkerung und Urlauber ein unverzichtbares Alleinstellungsmerkmal dar. „Ohne unsere Almwirtschaft wäre unser Land nicht das, was es ist. Die herrliche Kulturlandschaft, die Erholungssuchende aus aller Herren Länder zum Wandern einlädt, wäre mit einem Mal eine Wald- und Staudenlandschaft. Und unsere heimischen Nutztiere würden auf einmal um ihr Tierwohl gebracht. Birgt doch der Sommer auf der Alm einen ganz wesentlichen Beitrag für mehr Fitness und Wohlbefinden der Tiere in sich.“ 

Herdenschutz nicht machbar

Kürzlich präsentierte das Land Tirol eine Machbarkeitsstudie zum Thema Herdenschutz, um die praktische Umsetzbarkeit sowie die Grenzen und Kosten von Herdenschutz mit Weidezaun bzw. Hund aufzuzeigen. 

„Leider mussten wir auch hier feststellen, dass auf einem Großteil unserer Almen ein Herdenschutz erst gar nicht machbar ist, da die Topographie bzw. die starke Frequenz durch Wanderer die Umsetzung entsprechender Herdenschutzmaßnahmen nicht zulassen. Von den Kosten und dem Arbeitsaufwand ganz zu schweigen.“ Nichtsdestotrotz mache das Land erste Schritte in Sachen Herdenschutz. 

Tirol lasse seine Bauern nicht im Stich, so der LH-Stellvertreter weiter, und zahle Entschädigungen aus: „Aber die Freiland- und Almhaltung deckt den Tisch für Raubtiere, und ein Bauer ist nicht der Futtermittelproduzent für Wölfe.“ Das Land Tirol habe bereits mehrere Maßnahmen von Entschädigungs- und Herdenschutzmaßnahmen gesetzt, aber Geisler hält dennoch fest: „Der Erhalt der heimischen Almwirtschaft und die Sicherheit stehen an oberster Stelle, und bislang hat noch kein Wolfexperte die Gefahr für Menschen komplett ausschließen können und erste Bauern überlegen bereits jetzt ihre Tiere nicht mehr auf die Almen zu bringen. Entnahmen als letzte Konsequenz sind daher auch laut österreichischen Wolfmanagement-Plan nicht auszuschließen.“

 

LAbg. Mayerl: Entnahme von „Problemwölfen“ erleichtern

Seit letzter Woche häufen sich die Wolfsrisse in Osttirol. Für Bezirksbauernobmann LAbg. Martin Mayerl bedeutet das im Hinblick auf die bevorstehende Almsaison eine sehr große Verunsicherung. 21. Mai 2020

“Problemwölfe müssen entnommen werden”, fordert der Osttiroler LAbg. Martin Mayerl.

„In diesen Tagen starten unsere Bauern damit, ihre Tiere auf die Almen zu bringen. Wenn der Wolf bereits jetzt bei helllichtem Tag in unmittelbarer Siedlungsnähe auftaucht, möchte ich mir gar nicht vorstellen, wie sich dann die Lage im Sommer auf den Almen zuspitzt. Das verunsichert nicht nur unsere Bauern, sondern auch die Menschen, die in diesen Siedlungen wohnen bzw. im Sommer Wanderungen unternehmen“, erklärt Mayerl und ergänzt: „Dass der Wolf keine Scheu mehr vor Siedlungsgebieten hat, so wie das kürzlich in Bruck und Matrei der Fall war, ist kein natürliches Verhalten.“ Darüber hinaus sieht Mayerl die Jahrhunderte lang praktizierte Almwirtschaft massiv gefährdet. „Ein Nebeneinander von Almtieren und einer zunehmenden Wolfspopulation ist nicht möglich. Auch für den Tourismus, der derzeit coronabedingt wohl sehr viele Herausforderungen hat, ist die Präsenz von auffälligen Wölfen wohl alles andere als zuträglich.“

Wirksamer Herdenschutz ist nur sehr selten möglich

Das vom Land beauftragte Büro Alpe, das eine Machbarkeitsstudie zum Herdenschutz auf der Alm erstellt hat, kommt darüber hinaus zum Schluss: „Wirksamer Herdenschutz ist aufgrund der Topographie nur auf einem ganz kleinen Teil der Almen möglich. Die Kosten betragen zwischen 8 und  70 Euro je Schaf und sind aus der Landwirtschaft nicht zu erwirtschaften.“

Mayerl war bei der Präsentation der Studie dabei und zitiert Studienautor Daniel Mettler zu seinen Erfahrungen aus der Schweiz: „Herdenschutz hat auch Grenzen. Herdenschutz funktioniert in Kombination mit Regulierung und gezielten Abschüssen.“

Der Bauernbund wird sich auf nationaler und europäischer Ebene für eine Lockerung des Schutzstatus für den Wolf einsetzen. Derzeit gibt es europaweit über 30.000 Wölfe. „Dieses Tatsache bedeutet, dass der Wolf keineswegs mehr vom Aussterben bedroht ist. Deswegen verlangen wir, die guten Erhaltungszustände des Wolfes europaweit zu sehen. Dieses Vorhaben wird aber nicht von heute auf morgen umsetzbar sein. Bei allem Gegenwind, der dazu zu erwarten ist, brauchen die Bauern praxisnahe Lösungen des Problems. Das kann nur durch eine erleichterte Entnahme von auffälligen Wölfen und Problemwölfen erreicht werden“, so Martin Mayerl abschließend.

アルプスには農家だけではなく観光客など多くの人が訪れます。オオカミによって観光業にも影響がでることは想像しやすいです。

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Austrian webinar for drone utilization

Written in Japanese

オーストリア連邦農業地域観光省が主催する農村地域活性化プログラムのオンラインセミナーに参加しました。
 
このプログラムは、農業や林業、バリューチェーン、環境保護、エネルギー生産、農村観光に関係する多くの参加者の協力とネットワークを促進することを目的に農村地域の課題に対する意識を高めることを目指しています。
 
第2回目のセミナー内容は農山村でのドローン活用の可能性についてです。資源量調査から管理体制整備までドローンはあらゆる場面で効果的に利用できることが研究面でも実務面でも分かってきています。

Webinar Drohnenflug im und über den Wald

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Austrian timber market report May 2020

Written in Japanese (original article is below)

Weltweit hat die Covid-19-Pandemie die Wirtschaft hart getroffen. In allen wichtigen Wirtschaftsregionen ist die Konjunktur im 1. Quartal 2020 deutlich eingebrochen. Experten prognostizieren für Österreich, dass die Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 um mehr als 5% zurückgehen wird.
  
2020年5月のオーストリア木材市況が公表されました(記載価格は2020年4月から5月上旬の期間の取引を参照、消費税が加算される正味価格)
オーストリアの製材所は4月末までで時短営業は終わっているが、生産については未だ減産が続いている。
木材を運び出して製材することは早急にできないため、キクイムシ被害に対応するため保管所の拡大が進められている。
特に北部のNÖとOÖで損傷木が多く、このことが木材価格を引き下げ、またドイツバイエルン州とチェコで価格が下がっていることもオーストリアの価格引き下げに影響を与えている。
合板用、紙パルプ材用の在庫もまだたくさんあるので、溜まる損傷木を処理することが難しい状況。
 
In den Borkenkäfer Hot-Spot-Gebieten von Nieder- und Oberösterreich ist die von der Sägeindustrie angekündigte Abnahme von zusätzlichen 200.000 fm an einer gestiegenen Abfrachtgeschwindigkeit spürbar, zeitgleich wurden jedoch österreichweit weitere Preisabsenkungen angekündigt bzw. bereits umgesetzt. Die existenzbedrohenden Tiefstpreise in Bayern und Tschechien üben zudem einen fortdauernden Preis- und Mengendruck nach Österreich aus.

Holzmarktbericht der LKÖ Mai 2020

Mai 15, 2020 | Allgemein, Holzmarktbericht

Weltweit hat die Covid-19-Pandemie die Wirtschaft hart getroffen. In allen wichtigen Wirtschaftsregionen ist die Konjunktur im 1. Quartal 2020 deutlich eingebrochen. Experten prognostizieren für Österreich, dass die Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 um mehr als 5% zurückgehen wird.

Der Nadelsägerundholzmarkt ist nach wie vor stark überlastet. Die Rundholzlager der Sägewerke sind aufgrund der hohen Mengen aus der Winterschlägerung, laufend aufzuarbeitenden und auch abzunehmenden Kalamitätshölzern und historisch hohen Importmengen nur insofern aufnahmefähig, als zur gleichen Zeit eingeschnitten wird. Die Produktion der Sägewerke läuft aufgrund der Corona bedingten Exportdrosselungen zwar noch auf reduziertem Niveau, einzelne Betriebe haben die Kurzarbeit wegen guter Auftragslage mit Ende April wieder beendet. Der Holzabtransport aus dem Wald erfolgt größtenteils nur schleppend, wodurch Waldlager aufgrund der notwendigen Aufarbeitung von Kalamitäten weiter zunehmen. Forstseitig ist man daher bemüht Nasslagerkapazitäten auszubauen, um Qualitätsverluste zu vermeiden. In den Borkenkäfer Hot-Spot-Gebieten von Nieder- und Oberösterreich ist die von der Sägeindustrie angekündigte Abnahme von zusätzlichen 200.000 fm an einer gestiegenen Abfrachtgeschwindigkeit spürbar, zeitgleich wurden jedoch österreichweit weitere Preisabsenkungen angekündigt bzw. bereits umgesetzt. Die existenzbedrohenden Tiefstpreise in Bayern und Tschechien üben zudem einen fortdauernden Preis- und Mengendruck nach Österreich aus.

Die Standorte der Papier- Zellstoff- und Plattenindustrie sind ebenfalls sehr gut mit Nadelindustrierundholz bevorratet. Die Mengennachfrage ist flau, die Abfrachtung stark verzögert und der Abbau von Waldlagern daher nahezu unmöglich. Mancherorts wird Faserholz mit dem Sägerundholz zu Niedrigstpreisen mitgeliefert, um Forstschutzerfordernissen gerecht zu werden. Waldverbände versuchen auch bei diesem Sortiment durch die Anlage von Trockenlagern zu einer Entspannung die Lage beizutragen. Nur alternative Vermarktungsmöglichkeiten von Großmengen in der Bioökonomie werden längerfristig zu einer Entlastung dieses Marktsegmentes beitragen können.

Am Energieholzmarkt ist die Vermarktung von Mengen außerhalb laufender Verträge auf Dauer unmöglich. Aufgrund fehlender Verwertungsalternativen von Faserholz drängt nun auch dieses Sortiment verstärkt in den Energieholzmarkt und verschärft die Lage zusätzlich.

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf Geschäftsfälle im Zeitraum April – Anfang Mai 2020 und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist. Für den Holzverkauf an Unternehmer gelten folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13 %, bei Regelbesteuerung sind für Energieholz/Brennholz 13 % und für Rundholz 20 % anzuwenden.

Holzmarktbericht_Mai

Preistabelle_Mai

Preisentwicklung

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オーストリアの木材産業が危機対策に集中 / Austrian timber industry concentrates on crisis measures

Written in Japanese (related article is below)

オーストリアの森林に関する危機について、5月末までにおよそ20万㎥の損傷した木材を受け入れること、木材輸入の減少に努めること、損傷した木材を長期間保存するための保管施設の調整など、危機対策に集中的に取り組むことに、連邦政府と製材業界が合意しました。

2017年以降、オーバーエスターライヒ州、ニーダーエスターライヒ州、ブルゲンラント州、シュタイアーマルク州南部で年間降水量が不足しています。年間降水量に関して、これらの地域では、約3年間で平均15〜30%の降雨がありませんでした。旱魃や乾燥により、キクイムシの蔓延が広がり、これにより損傷する木材の数が大幅に増加しました。2019年には、約430万㎥の損傷した木材がオーストリア全土で発生しました。これは、日本最大の林業地域である九州全体の年間スギ素材生産量に匹敵する量です。オーストリアの生産量のおよそ6割が、2019年に損傷した木材が原因である可能性があるとされています。

 

06.05.2020.

Holzindustrie gibt wieder Gas

Wärme und Trockenheit begünstigen die Vermehrung des Borkenkäfers in unseren Wäldern. Schon im Vorjahr fielen diesem Schädling 2,2 Mio. Festmeter Holz zum Opfer, für heuer muss man mit einer noch größeren Katastrophe rechnen. Insgesamt mussten in den letzten Jahren rund 20.000 Hektar Waldflächen abgeholzt werden, davon 13.000 Hektar im Waldviertel. Bei einem Gespräch mit Vertretern der Sägeindustrie wurde dieses Problem und mögliche Schritte nun besprochen.

Franz Kirnbauer, Obmann der Fachgruppe Holzindustrie in der Wirtschaftskammer Niederösterreich: „Wir werden bis Ende des Monats zusätzliche 200.000 Festmeter Holz aus den heimischen Wäldern abholen und auch die internen Lagerkapazitäten massiv erhöhen. Wir wollen so noch mehr auf heimisches Holz setzen und damit natürlich auch die Importe aus dem Ausland reduzieren.“ Positiv sei auch, dass mit dem Wiederhochfahren der Wirtschaft nun die Nachfrage nach Schnittholz aktuell wieder ansteigen würde.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Die Zusagen, dass die Industrie mehr Holz als bisher aus den Wäldern holt und auch neue Lager aufbaut, sind wichtige erste Schritte. Wir sind aktuell erst am Anfang des Jahres, uns stehen noch viele Wochen mit Trockenheit und klimabedingten Nutzungen bevor. Deshalb werden wir gemeinsam genau beobachten, wie sich die Situation in unseren Wäldern und die Abholung des Holzes das ganze Jahr über entwickelt.“

Landwirtschaftskammer NÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager: „Die Waldbesitzer sind sehr gewissenhaft bei der Aufarbeitung der befallenen Waldflächen und der Waldpflege, aber das frische Holz muss von der Säge- und Zellstoffindustrie auch rasch aus dem Wald gebracht und verarbeitet werden, um die Schädigung durch den Borkenkäfer eindämmen zu können. Gemeinsam werden wir auch eine Koordinierungsstelle einrichten, um auch die Abstimmung zwischen der Forstwirtschaft und der Industrie zu verbessern.“

Bereits vor einigen Tagen haben Pernkopf und Schmuckenschlager entschlossene Maßnahmen zu Rettung des Waldes eingemahnt, unter anderem die Reduzierung der Holzimporte. „Zusätzlich zu den Zusagen der Sägeindustrie braucht es noch weitere Schritte. Denn der Klimawandel und seine Folgen sorgen dafür, dass tausende Hektar Wald zusammenbrechen. Der Schaden ist enorm, er trifft aber nicht nur die Waldbesitzer, sondern die gesamte Gesellschaft, denn der Wald ist Wasserspeicher, sorgt für saubere Luft und kühlt das Klima. Wir brauchen weitere Investitionen in die Wiederaufforstung von klimafitten Wäldern und Entlastungen für die betroffenen Waldbauern. Und auch jeder Einzelne kann etwas beitragen, indem er auf heimisches Holz als Baustoff oder Energielieferant setzt.“

 

KÖSTINGER: VEREINBARUNG MIT SÄGEINDUSTRIE SOLL SITUATION ENTSCHÄRFEN

Mai 8, 2020 | Allgemein, Borkenkäfer

200.000 Festmeter Schadholz werden zusätzlich bis Ende Mai abgenommen

Wien, 7. Mai 2020 (aiz.info). – Angesichts der dramatischen Borkenkäfersituation in Österreich ist die rasche Aufarbeitung von befallenen Bäumen ein Gebot der Stunde. Durch die Corona-Krise ist jedoch der Holzmarkt enorm unter Druck geraten, heimisches Holz findet so gut wie keinen Absatz mehr. Um diese Situation zu entschärfen hat Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger gemeinsam mit den Ländern eine Vereinbarung mit der Sägeindustrie geschlossen. Demnach werden 200.000 Festmeter österreichisches Schadholz zusätzlich bis Ende Mai von der Sägeindustrie abgenommen, damit können die Lager entlastet werden. Weiters sieht die Vereinbarung eine kontinuierliche Schadholzabnahme und die Reduktion der Importe während der Zeit mit Anfall von Borkenkäferholz vor. Das Datenmanagement zwischen Forstwirtschaft und Sägeindustrie soll verbessert werden, außerdem sollen höhere Kapazitäten bei Nasslagern geschaffen werden, um Schadholz für längere Zeit lagern zu können.

“Die Situation in unseren Wäldern ist alarmierend. Die aktuelle Trockenheit und der Borkenkäfer sind eine tödliche Mischung. Dieser Schädling entwaldet derzeit ganze Regionen in Niederösterreich und Oberösterreich. Befallene Bäume sollten rasch aus dem Wald transportiert und verarbeitet werden, aber die Lager sind voll und wir haben die schlimmste Zeit noch nicht überstanden. Wir müssen nun alle zusammenhalten, um die weiteren katastrophalen Auswirkungen auf unsere Wälder zu verhindern. Die Zusagen der Industrie sind eine wichtige Sofortmaßnahme und ein bedeutender gemeinsamer Verhandlungserfolg. Wir werden seitens der Bundesregierung unseren Waldbauern weiterhin zur Seite stehen”, betonte Köstinger bei einem Lokalaugenschein in der Nähe von Grein (OÖ).

Pernkopf: Tausende Hektar Wald brechen zusammen

“Die Zusage der Industrie, dass mehr Holz als bisher aus den Wäldern abgeholt werden soll, ist sehr wichtig. Zusätzlich braucht es noch weitere Schritte, denn der Klimawandel und seine Folgen sorgen dafür, dass tausende Hektar Wald zusammenbrechen. Der Schaden ist enorm, er trifft aber nicht nur die Waldbesitzer, sondern die gesamte Gesellschaft, denn der Wald ist ein bedeutender Wasserspeicher, er sorgt für saubere Luft und kühlt das Klima”, erklärte Niederösterreichs LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Jeder Einzelne könne die betroffenen Waldbauern unterstützen, indem er auf heimisches Holz als Baustoff oder Energielieferant setze.

Hiegelsberger: Waldbauern doppelt belastet

“Die hohen Temperaturen und die Niederschlagsdefizite im Sommer 2019 förderten die Entwicklung des Borkenkäfers. 2020 fand er im trockenen März und April ideale Bedingungen vor. Wenn die befallenen Stämme jetzt nicht aus dem Wald geräumt werden, dann steigert sich die Schadmenge bis in den Sommer enorm”, unterstrich OÖ Agrarlandesrat Max Hiegelsberger. “Unsere Waldbauern trifft die Belastung durch die Corona-Krise und klimatische Veränderungen doppelt hart, daher braucht es hier eine umfassende Unterstützung. Der Wald kann seine vielfältigen Funktionen für die Gesellschaft nur erfüllen, wenn Kahlflächen wieder aufgeforstet und gepflegt werden”, so Hiegelsberger. Bund, Länder, Gemeinden, Industrie und Forstwirte müssten nun an einem Strang ziehen, um weitere katastrophale Auswirkung des Borkenkäfers in den österreichischen Wäldern zu verhindern.

Enorme Trockenheit gefährdet heimische Wälder

Durch die enorme Trockenheit und wochenlang fehlenden Niederschläge sind die österreichischen Wälder in ernste Gefahr geraten. Bereits seit 2017 zeigt sich ein Defizit in der Jahresniederschlags-Summe in Oberösterreich, Niederösterreich, im Burgenland und in weiten Teilen der Südsteiermark. In diesen Regionen fehlen im Schnitt seit ungefähr drei Jahren zwischen 15 und 30% an Niederschlägen.

Der Klimawandel verschärft somit die Situation zusehends, denn durch Trockenheit geschwächte Bäume sind anfälliger für den Borkenkäfer. Das führt zu einem massiven Anstieg der Schadholzzahlen: 2019 sind österreichweit aufgrund des Borkenkäfers rund 4,3 Mio. Festmeter Schadholz angefallen, davon allein 2,2 Mio. Festmeter in Niederösterreich. Rund 62% der gesamten österreichischen Holzernte sind 2019 auf Schadholz zurückzuführen. In den vergangenen Jahren hat der Borkenkäfer allein in Niederösterreich auf einer Fläche von rund 20.000 ha gewütet.

Die rasche Aufarbeitung von befallenen Bäumen und ein schneller Abtransport sind nun entscheidend, um die weitere Ausbreitung des Borkenkäfers einzudämmen. Dazu soll die nunmehr erzielte Vereinbarung mit der Sägeindustrie einen wichtigen Beitrag leisten.

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チロル州の森林保護措置 / Measurement package for protected forest and forestry in tyrol

Written in Japanese (original article is below)

2020年5月4日 オーストリア森林協会

チロル州の森林保護措置

東チロルで損害木のための最初の湿式貯蔵施設が建設された

「チロルにある森林は過去2年間で極端な気象イベントと膨大な量の損害木に苦しんでいる。さらに、暖かな気候が重なったことで今年の早い段階でキクイムシの活動が活発になり、大きなリスクを抱えている。一方で、コロナ危機の結果、すでに緊迫した木材市場は崩壊して、国産木材は実質的に販売されなくなった。この状況では、森林での木材生産は全て経済的な損失につながる。しかし、私たちが何もせずにこのまま損害木を森林から運び出さなければ、キクイムシによって私たちの保護されている森林は被害を受ける。」チロル州の州副知事はいう。
 
この林業の危機に対して、チロル州政府は東チロルに焦点を当てた林業のための一連の措置をまとめた。これには150万ユーロが見積もられ、連邦資金の増加により、500万ユーロに上る林業投資のプログラムとした。

このプログラムに関連する特別な措置の1つは、損害木の湿式貯蔵施設の設立を支援すること。継続的な灌漑(水やり)は、キクイムシが増殖するのを防ぎ、木材が市場で販売されるまで木材の品質を維持する。60,000㎥にものぼる木材のためのこの施設は、東チロルのGemeinde Ainetに建設される。

 国産木材の優先

州副知事は、国内の製材業界に、輸入材より国産材を優先するよう訴えている。チロルでの年間総伐採量に相当する130万m³の損害木が、2018年10月の暴風雨「Vaia」や2019年1月と11月に雪害により発生した。特に影響を受ける主な地域は東チロルで、100万㎥以上の木材が損傷している。この量はこの地域での年間伐採の5倍に相当する。「森林の所有者と協力して、風の吹雪と降雪材の半分以上を処理することができた。少なくとも海抜1,000 mまでの低い地域では、6月末までに残りの木材を森林から取り除くか、キクイムシが繁殖できないように処理する必要がある」と森林局長のジョセフフックス氏は林業の課題について説明している。

気候変動に対応した樹種による森林再生

チロルの森林保護プログラムは、キクイムシのリスク対策を提供するだけでなく、木材市場の安定化と気候変動に対応した樹種による植林促進も提供している。自然災害管理に関連する重要なトピックは、損傷した木材の伐採。ここでも、チロル州が追加のサポートを提供していて、余分な作業を補うことができる。より高品質の損傷木のための湿式貯蔵施設の建設に加えて、エネルギー木材部門およびペレット製造におけるリサイクルの選択肢をチェックし、消費を増やす必要がある。極端な天候によって破壊された森林地域の再植林、特に保護林では、モミ、カラマツ、カエデ、ブナなどの混合樹種がチロルのプログラム「Klimafitter Bergwald」に従って使用されている。

 

TIROL: MAßNAHMENPAKET FüR SCHUTZWALD UND DIE FORSTWIRTSCHAFT GESCHNÜRT

Mai 4, 2020 | Allgemein, Borkenkäfer, Wald & Klima, Wald im Klimawandel

Geisler: In Osttirol entsteht erstes Nasslager für Schadholz

Innsbruck, 4. Mai 2020 (aiz.info). – “Der Tiroler Wald hat unter den Extremereignissen und enormen Schadholzmengen der letzten zwei Jahre stark gelitten. Die Borkenkäfer sind aufgrund der warmen Witterung heuer sehr früh gestartet, es droht ein massiver Befall. Durch die Corona-Krise ist der ohnehin schon angespannte Holzmarkt zusammengebrochen, heimisches Holz findet so gut wie keinen Absatz mehr. Unter diesen Voraussetzungen ist jede Holzernte im Wald ein finanzieller Verlust. Wenn wir aber nichts tun und das Schadholz nicht aus den Wäldern bringen, frisst der Borkenkäfer unsere Schutzwälder”, fasst LH-Stellvertreter Josef Geisler die dramatische Situation zusammen.

Um das zu verhindern und die Forstwirtschaft durch die Krise zu bringen, hat die Tiroler Landesregierung ein Maßnahmenpaket für die Forstwirtschaft mit Schwerpunkt Osttirol geschnürt. Dieses ist mit 1,5 Mio. Euro dotiert. Durch die Aufstockung mit Bundesmitteln ergibt sich ein forstliches Investitionsprogramm von 5 Mio. Euro. “Damit sichern wir Hunderte regionale Arbeitsplätze und unseren Lebens- und Wirtschaftsraum”, so Geisler. Eine der speziellen Maßnahmen im Rahmen des Tiroler Forstpakets ist die Unterstützung der Errichtung von Nasslagern für Schadholz. Damit wird durch dauerndes Beregnen die Vermehrung des Käfers verhindert und die Holzqualität erhalten, bis das Holz am Markt wieder verkauft werden kann. Ein solches Lager für 60.000 m3 Holz entsteht in Kürze in der Osttiroler Gemeinde Ainet.

 Vorrang für heimisches Holz

An die heimische Sägeindustrie appelliert Geisler, heimischem Holz Vorrang gegenüber Holzimporten einzuräumen, denn es liegt noch viel Holz im Wald. 1,3 Mio. fm Schadholz, das entspricht dem gesamten Jahreseinschlag in Tirol, haben das Sturmtief “Vaia” im Oktober 2018 sowie die Schneeereignisse im Jänner und November 2019 verursacht. Hauptbetroffen ist Osttirol mit mehr als 1 Mio. fm Schadholz, das entspricht dem fünffachen Jahreseinschlag in der Region. “In einer außerordentlichen Kraftanstrengung ist es gemeinsam mit den Waldbesitzern gelungen, mehr als die Hälfte des Windwurf- und Schneebruchholzes aufzuarbeiten. Zumindest in den tieferen Lagen bis 1.000 m Seehöhe müssen wir das restliche Holz bis Ende Juni entweder aus dem Wald bringen oder so behandeln, dass sich der Borkenkäfer nicht vermehren kann”, schildert Landesforstdirektor Josef Fuchs die Herausforderung der Forstwirtschaft. Es geht um 500.000 m3 Holz.

Aufforstung mit klimafitten Baumarten

Auf die Borkenkäfergefahr, aber auch auf die Stabilisierung des Holzmarktes und die Aufforstung mit klimafitten Baumarten bietet das nunmehr geschnürte Tiroler Forstpaket Antworten. “Derzeit kann der Markt das anfallende Holz nicht aufnehmen. Es macht wirtschaftlich keinen Sinn, das Holz aus dem Wald zu bringen. Daher heben wir die Förderungen für alle Forstschutzmaßnahmen im Wald an, um zumindest den Borkenkäfer hintanzuhalten”, erklärt Fuchs. Die Bäume werden im Wald entrindet, damit sich der Borkenkäfer nicht zwischen Rinde und Holz einnistet und sich dort vermehrt. Verstärkt zum Einsatz kommen sollen auch Fangbäume, die nach der Besiedlung durch den Borkenkäfer aus dem Wald entfernt oder an Ort und Stelle entrindet werden.

Ein wichtiges Thema im Zusammenhang mit dem Naturgefahrenmanagement ist die Räumung der Wildbäche von Schadholz. Auch hier bietet das Land Tirol zusätzliche Unterstützung, damit der Mehraufwand abgegolten werden kann. Neben der Errichtung von Nasslagern für Schadholz höherer Qualität sollen die Verwertungsmöglichkeiten im Energieholzsektor und in der Pelletsproduktion geprüft und bestenfalls erhöht werden. Für die Wiederaufforstung der durch die Wetterextreme zerstörten Waldflächen vor allem im Schutzwald kommen gemäß des Tiroler Programms “Klimafitter Bergwald” verstärkt an die neuen klimatischen Verhältnisse angepasste Mischbaumarten wie Tanne, Lärche, Ahorn oder Buche zum Einsatz.

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森林火災のリスクはまだ低くならない / Forest fire risk still not low

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中欧では先週やっと雨が降りました。
どこもおよそひと月以上ぶりくらいの雨で、森林火災リスクが最高レベルにあったこともあり、大きな雨量を期待されていました。

しかし、ドイツでは期待されていた4月の雨量の3分の1くらいしか降らず、今年は1881年の観測以来4番目に乾燥した4月だったようです。森林や耕作地の土壌はいまだ乾燥水準にあり、森林火災リスクが下がり切れていない状態です。

スイスではカントン(県みたいな区域)ごとに森林火災リスクの程度が、連邦環境庁によって報告されています。北部と東部が高い状態です。東部では基本的に森林周辺では火気厳禁です。

http://www.waldbrandgefahr.ch/aktuelle-lage?fbclid=IwAR3r-MYbzGWUme_ymgbJe21TtYq4egPOoJnv-2KpN298dAeQponL_Xu-fmI
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Photo / 写真

My favorite photo “View to Kufstein in Austria from Oberaudorf in Germany”

Blick nach Kufstein in Österreich von Oberaudorf am südlichen Ende Deutschlands, vielen Dank Miyukisa.
Wir können die Grenze momentan nicht überqueren, aber wir möchten diese Ansicht von der Spitze des Berges aus wieder sehen. Ich finde es wirklich schön.

2019.11.24 by Miyukisa

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オーストリアは森から木材を集めている / Austria collecting timber from the forest

Written in Japanese (original article is below)

オーストリアでは、森から運ばれた多くの木材が山積みとなって利用されるのを待っています。
どこに問題があるのか、木材産業としての様子が次第に明らかになってきていますが、
ひとまず、急いで森から既に切られていた木を運び出していることが伝わってきます。
 
コロナパンデミックは、オーストリアの農家や林家に大きな影響を与えていることは以前の投稿でも触れました。
降水不足による乾燥、虫害、暴風害、コロナ危機が重なり、木材の出荷や販売はほぼ進んでいない状態ですが、伐倒した木材は森から運ばなければいけません。
事態悪化を防ぐために、現在、シュタイヤーマルク州のランゲンヴァンクとリーガースブルクで2つの湿式木材置き場を作っています。
湿式保管場所は先週から作られていて、およそ15万立米の丸太を保管する予定。
乾燥とキクイムシ対策のためにスプリンクラーシステムを使用し常に湿った状態を保つ。
木材市場は、過剰生産ぎみのため一時的な保管場所をつくることが効果的。
5月までに既に伐倒された木は森から運ぶ必要があるが、木材市場が供給過剰のため保管場所が必要。
価格下落は2年間続いていて、昨夏から虫害リスクが大きい。被害を防ぐため、一刻も早く森から木材を運び、製材所で処理をする必要がある。
ただ、ここでコロナウイルスが影響する。コロナパンデミックにより、製材品の販売が落ち、限られた範囲でしかサプライチェーンが機能しなくなった。オーストリアの木材産業は、イタリアの市場が低迷していることも大きな影響を受けている。
秋頃にこの木材置き場がなくなることを望んでいるが、現状なんとも言えない様子。

以上、オーストリアの木材保護作戦のメモでした。

Holz-Absatz eingebrochenRiesige Menge Holz wartet auf Kunden

Die Coronakrise trifft auch die Waldbauern schwer. Der Absatz ist eingebrochen, aber das Holz muss aus dem Wald. Deshalb werden jetzt große Lager errichtet, zwei Nasslager in Langenwang und Riegersburg sowie ein Trockenlager in Röthelstein.

Von Franz Pototschnig | 07.30 Uhr, 26. April 2020

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Lkw warten auf die Entladung im Nasslager Langenwang
Lkw warten auf die Entladung im Nasslager Langenwang © Pototschnig Franz

Unweit der Gemeindegrenze zwischen Krieglach und Langenwang befindet sich ein großer Lagerplatz. Lkw-Hängerzüge mit Rundholz aus der ganzen Obersteiermark sowie den Bezirken Weiz und Graz-Umgebung stehen in einer Warteschlange. An drei Stellen wird das Holz entladen und aufgeschichtet. Auf diese Art schafft man 50 Lkw-Züge pro Tag. Letzten Freitag hat man mit dem Aufbau des Lagers begonnen, nächste Woche ist es mit 15.000 Festmeter bestem Rundholz gefüllt und wird dann mittels einer Sprinkleranlage ständig nass gehalten. Dies dient dazu, um dem Borkenkäfer keine Chance zu geben, sich festzusetzen.

Wie Franz Weidner, der Geschäftsführer des Waldverbandes Mur-Mürztal erläutert, hat dieses Nasslager folgende Aufgabe: „Bis Mai muss das Holz aus dem Wald, denn dann wird die Käfergefahr viel zu groß. Weil aber der Holzmarkt derzeit Überkapazitäten hat, müssen wir es zwischenlagern.“ Neben dem Lager in Langenwang legt der „Waldverband Steiermark“ ein weiteres Nasslager in Riegersburg und ein Trockenlager in Röthelstein an. Nebeneffekt dieser Lage: Sie reduzieren auch das Überangebot auf dem Holzmarkt, was den Holzpreis etwas anheben sollte. Dieser Preis hat sich in den letzten beiden Jahren stetig nach unten entwickelt, wie Weidner sagt: „Im Herbst 1998 hatten wir 95 Euro pro Festmeter, im Herbst des Vorjahres waren es 85 bis 88 Euro und jetzt sind es 73 bis 75 Euro.“

Bis Mai muss das Holz aus dem Wald. Weil aber der Holzmarkt nicht aufnahmefähig ist, brauchen wir diese Lager.

Franz Weidner

Dieser Preisverfall hat mehrere Ursachen: Der letzte Sommer war sehr trocken, was die Wälder anfällig für den Borkenkäfer macht. Dazu kamen Windbrüche in größerem Ausmaß, und das heurige warme Frühjahr begünstigt die Vermehrung der Borkenkäfer.
Am besten wäre es daher, das Holz zügig aus den Wäldern zu bringen und in den Sägewerken zu verarbeiten. Aber da kommt das Coronavirus ins Spiel: Der Absatz an Schnittholz ist eingebrochen, die Sägewerke sind außer Betrieb oder arbeiten wegen Corona nur eingeschränkt. Und weil sie das Holz nicht anbringen, nehmen sie auch keine Frischware – daher die Lager.

Johann Eder-Schützenhofer, der Obmann der Bezirksbauernkammer, bringt es auf den Punkt: „Der Holzmarkt ist völlig zusammengebrochen. Dass aus dem Ausland große Mengen importiert werden, bringt die heimische Holzwirtschaft noch zusätzlich unter Druck.“ Der Waldverband Steiermark hat an seine Mitglieder einen „Einschlagsstopp“ ausgegeben: Es soll nur jenes Holz geschlägert werden, das unbedingt aus dem Wald muss, also Windbrüche und Käferholz. „Der Großteil unserer Mitglieder hält sich auch an diese Empfehlung“, sagt Weidner.

Absatzmarkt Italien eingebrochen

Zur zentralen Frage, wann sich der Holzmarkt wieder erholt, wagen weder Weidner noch Eder-Schützenhofer Prognosen. Vor allem Italien – sonst der wichtigste Abnehmer von heimischem Holz – wird wegen Corona noch länger ein Sorgenkind bleiben. Beide hoffen aber, dass die Nasslager spätestens im Herbst aufgelöst werden.

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a story waiting for the rain

Written in Japanese (original article is below)

オーストリアとドイツでは来週は雨の予報がされています。

雨きたーー!!qftgyh=-p[;’.ujikolp;ゥイぇーイ⁽⁽(ી₍₍⁽⁽(ી₍₍⁽⁽(ી( ˆoˆ )ʃ)₎₎⁾⁾ʃ)₎₎⁾⁾ʃ)₎₎

スイス北部も今日雨が降ったそうですね。
いろんなリスクが下がれば良いのですが。。。。

Nasse Tage in Tirol: Regnerische Aussichten für die neue Woche

Die Tiroler Landwirte können ein bisschen aufatmen: In den nächsten Tagen bringen gleich mehrere Kaltfronten den langersehnten Regen.

Innsbruck – Die Natur darf aufatmen: Nach einem bislang viel zu trockenen Frühjahr fällt in den nächsten Tagen endlich Regen. 20 bis 50 Liter pro Quadratmeter können laut Prognose der Österreichischen Unwetterzentrale (UWZ) im Bergland bis zum Ende der Woche zusammenkommen. Im östlichen Flachland Österreichs kündigt sich dagegen deutlich weniger Niederschlag an. Kleiner Trost für die Sonnenanbeter: Trotz der Regentropfen übersteigen die Temperaturen an den meisten Tagen noch die 20-Grad-Marke.

Seit Monatsbeginn ist vielerorts kaum Regen gefallen, über ganz Österreich gemittelt beträgt das Defizit gegenüber eines durchschnittlichen Aprils bis dato rund 75 Prozent. Auch in Tirol sind die Böden ausgetrocknet, die Waldbrandgefahr ist sehr hoch – mehr dazu lesen Sie hier. Ein Beispiel: In Haiming ist bis jetzt um 93 Prozent weniger Regen (oder Schnee) gefallen als üblicherweise im April.Die Grafik zeigt die Niederschlagsabweichung im April.© UWZ

Nun dürfen die Landwirte ein bisschen aufatmen: Es ziehen Regenwolken auf. Bis Freitag, so die Prognose der Wetterexperten, überqueren gleich mehrere Fronten Österreich.

Die ersten Schauer erreichten schon in der Nacht auf Montag Tirol. Doch bereits am Vormittag lockern die Wolken von Westen her wieder auf. Im Unterland und in Osttirol bleibt es laut ZAMG-Vorhersage am längsten schaueranfällig. Die Höchsttemperaturen liegen bei 18 bis 23 Grad.

Am Dienstag kommt von Westen eine Kaltfront heran. Nach einem sonnigen und föhnigen Start türmen sich im Laufe des Tages immer mehr Wolken über Tirol. Erste Tropfen fallen. Auch einzelne Gewitter sind möglich. Die Höchsttemperaturen liegen bei 18 bis 23 Grad.

Regnerische Aussichten auch am 1. Mai

Bis Mittwochmittag regnet es dann verbreitet in ganz Österreich. Bis zu 20 Liter pro Quadratmeter Regen sind vom Bregenzerwald bis zum Mühlviertel und dem Ausseerland möglich. “Bei der derzeitigen Dürre ist das vorerst nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein, zumindest die oberen Bodenschichten werden aber angefeuchtet”, sagt Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. Am Nachmittag lassen die Schauer in Tirol nach, Sonne und Wolken wechseln sich ab. Mit maximal 19 Grad ist es etwas kühler als zuletzt.

Im Laufe des Donnerstags erreicht schon die nächste Kaltfront von Westen her das Land. Über Tirol zieht es immer mehr zu und es beginnt teils kräftig zu regnen. Die Temperaturen kommen nicht mehr über 15 Grad hinaus.

Nass geht es dann nach den derzeitigen Prognosen auch in den Mai. Nur der Osten Österreichs bekommt weniger Regen ab. “Spürbar mehr Regen kommt hingegen im gesamten Bergland und im Süden zusammen, 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter sorgen hier für eine weitere Entspannung der Dürre”, sagt Spazierer. (TT.com)

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ドイツ全土の森林で迫る危機 / Crisis in forests across Germany

Written in Japanese (related article is below)

ドイツやオーストリアなど中欧の森林では、パンデミックも関連して色んな危機がすぐそこまで迫っています。
 
ひとつは、森林火災のリスクが大きくなっていることです。
先月から雨不足で地面が乾燥していて、ドイツに限らずあちこちで森林火災が発生しています。
森が燃えるだけに留まらないそのリスクを、昨年オーストラリアの大規模森林火災の猛威は日本でも報道されているかと思います。
 
もうひとつは、虫による森林被害のリスクが大きくなっていることです。
ざくっというと、ヨーロッパでの主な森林被害は、大型台風級の暴風、乾燥による火災、そして虫による被害です。
暴風による倒木は例年ある程度はありますが、今年は2月に大きな暴風被害があった上に、コロナウイルス流行の影響で森林の整備が進んでいなくて、今までにない規模で虫の被害が大きくなる可能性がでてきています。虫被害もウイルス流行のように伝播するので、被害にあった木は全て切り倒さなければいけません。
 
また、ヨーロッパ各国が国境を封鎖したことにより、人の移動が制限され農業に従事していた労働者が不足し、農業支援者を募集する取り組みをしている動きがあることは日本でも報道されていると思います。
林業・木材産業にも同様のことが起こっていて、それに加えて森林の中で作業することはできても生産した木材の流通が止まっているところがあります。
例えば、オーストリアで生産された木材(製材)は、イタリアに多く輸出されていますが、パンデミックの影響で完全に輸出は停止していました。
ドイツでも中国向けの輸出はまた止まっていると思います。
 
暴風による森林被害 ➡ パンデミックによる森林整備の遅れ・木材流通の鈍化 ➡ 虫被害の大規模化 ➡ 産業全体の経済損失大・森林の質低下 ➡ 自然災害の耐性低下 ➡ 森林火災になりやすい森・暴風で倒木しやすい森、というようなひとつの悪循環になりかねない状態です。
 
日本も自然災害が多い国ですが、従来からのリスクが助長されうる状態を一刻も早く改善するためにも、コロナウイルス流行の対処に真剣に取り組む必要があると思います。

 

17. April 2020, 13:02 Uhr Süddeutsche Zeitung

Minister warnt vor hoher Waldbrandgefahr wegen Trockenheit

Schwerin (dpa/mv) – Wegen der anhaltenden Trockenheit hat das Agrarministerium vor verbreiteter Waldbrandgefahr gewarnt. Im gesamten Land gelte bereits Warnstufe drei, die eine mittlere Gefahr beschreibe, teilte das Ministerium am Freitag in Schwerin mit. Im Osten des Landkreises Vorpommern-Greifswald (Leitforstamt Torgelow) gelte sogar die Gefahrenstufe vier. Dort herrsche hohe Waldbrandgefahr. Agrarminister Till Backhaus (SPD) appellierte: “Angesichts der erneuten Trockenheit bitte ich die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, alles zu unterlassen, was zu einem Brand in Wald und Flur führen könnte.”

Anfang Juli vergangenen Jahres brannten 950 Hektar Wald auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Der Brand habe gezeigt, dass bei extremer Trockenheit und Munitionsbelastung bisherige Methoden der Waldbrandvorbeugung überdacht werden müssten. In einem Projekt mit der Technischen Universität Dresden entwickele jetzt die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern neue Strategien.

So sollen das Anlegen von Schneisen, waldbrandhemmenden Riegeln und der Löschwasserbereitstellung optimiert und praktisch erprobt werden. Außerdem sollen Demonstrationsflächen angelegt und spezielle Forsttechnik für munitionsbelastete Wälder getestet werden. Das Projekt soll im Mai beginnen. Bis 2025 sollen die neuen Strategien dann in den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns umgesetzt sein, hieß es.