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オーバーアマガウの受難劇が延期される / The Passion Play of Oberammergau is postponed

ドイツのオーバーアマガウで10年に1度開催の400年前から続くオペラのような劇が2年後に延期されました。
   
ドイツバイエルン州の最南端に近い、オーストリアとの国境に近いアルプスにオーバーアマガウという人口5400人程度の町があります。アルプスに囲まれて自然豊かな本当にきれいな街です。このオーバーアマガウは10年毎に村人総出の受難劇が催される場所として有名です。受難劇とはキリストが十字架刑で殺され受難を受ける過程に関する物語で、オーバーアマガウでは17世紀からずっと開催されていて、世界中から観光客が集まる大きなイベントです。
 
前回2010年に続き2020年に開催される予定でしたが、コロナパンデミックによる影響で2022年に延期されました。2018年頃から準備していた出演者や長期間取材していたクルーも延期という状況に衝撃が走ったと思います。コロナおそるべし。
 
2010年は山の上から音楽を聴くことができ?ましたが、いまだ直接には劇は見れていないので残念です。世界中にあるイベントのなかでも、ぜひ良い席で見てみたいショーです。

ちなみにこのオーバーアマガウという街の近くにもマッターホルンと言われる山があります。素晴らしいところです。

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Agriculture, Forestry & Fisheries / 農林水産 coronavirus pandemic / コロナパンデミック

コロナパンデミックによる木材包装業界への影響 / Impact of corona pandemics on the Wood packaging industry

ドイツ木材包装業界の業界団体であるHPEが、コロナパンデミックによる影響の調査結果を公開しました。この連邦協会には420社が参加し、業界全体売上の8割以上を占め、木材需要は推定約600万m3、とても大きな団体です。
  
調査対象企業の72%がマイナス影響、64%が中程度から高程度のマイナス傾向。調査対象企業の51%が木箱製造業(Kistenhersteller)で特に悪影響を受けていて、パレット製造の分野では42%。この差異の理由は、パンデミックの影響が特に強い機械工学、スタンド建設、自動車製造の分野で包装の需要が減った一方で食品や医薬品はほとんどがパレットで出荷されるため損失も低くなっているという考察。反対に、コロナ危機の影響を部分的または前向きに受けている企業もある。調査対象企業の30%が特にパレット製造、木箱製造および保管で恩恵を受けた。移動制限や物流チェーンでの商品の流れに困難が伴なっている一方で倉庫サービスなどの需要が高まっている。
 
勤務形態の変化については、この業界の企業の短時間勤務の平均レベルは40%程度。近い将来の見通してについては、回答者の30%が減損の増加を予想、24%が問題は同じレベルで継続、少なくとも26%の企業が悲観していない。一方で年間の見通しについては影響への見解はほぼ均衡する。回答者の36%が注文やキャンセルに関する減損が減少し、38%が減損が増加、15%が現状と変わらないと予想している。
 
将来の最大の課題点はどこかという質問には、仕事の確保(18%)と従業員の健康状況(17%)が大きく、コロナ禍の木材包装業界の主な関心事は、従業員の生活のこと。これは主に家族経営の中小企業で構成される業界の特別な責任感がでているらしい。
  
ドイツ木材包装業界のコロナパンデミックによる影響です

Corona-Blitzumfrage des HPE: Arbeitsplatzsicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter stehen im Fokus der Unternehmen

19. Mai 2020 Presse

Bad Honnef. Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. hat – noch vor Beginn der aktuellen Lockerungen – unter seinen Mitgliedern eine Corona-Blitzumfrage gestartet, an der 151 Unternehmen teilgenommen haben. Dabei kommt Überraschendes zu Tage: Obgleich die negativen Entwicklungen der Wirtschaft auch die Holzpackmittelindustrie hart treffen, überwiegen doch in dieser fast ausschließlich von kleinen und mittelständischen geprägten sowie regional sehr verwurzelten und oft seit Generationen in Familienhand befindlichen Betrieben die Sorgen um die Sicherheit der Arbeitsplätze und die Gesundheit der Mitarbeiter. „Das ist typisch HPE. In Guten und in schlechten Zeiten steht die Branche zusammen und nimmt ihre Verantwortung – teils in 6. oder gar 7. Generation – nicht nur für ihre Kunden, sondern auch für die Mitarbeiter sehr ernst. Für viele war es ein schwerer Schritt, überhaupt zum ersten Mal in der langen Firmengeschichte vom Instrument der Kurzarbeit Gebrauch zu machen“, erklärt Marcus Kirschner, Geschäftsführer des seit 150 Jahren bestehenden Verbands.

Auch sonst lassen die Ergebnisse aufhorchen: So berichten 72,5 Prozent der befragten Unternehmen von negativen Auswirkungen. 64 Prozent der befragten Unternehmen berichten von mittleren bis gravierenden negativen Umsatzentwicklungen. Bei den Bereichen, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind, ergibt sich dagegen ein eher differenziertes Bild: So ist die Kistenherstellung laut 51 Prozent der Befragten besonders negativ betroffen, während dies im Bereich der Palettenherstellung nur 42 Prozent der befragten Unternehmen so sehen. „Ein wesentlicher Grund für diesen recht großen Unterschied dürfte sein, dass Kisten besonders in den Bereichen Maschinenbau, Messebau und Automotive benötigt werden, die ja bekanntermaßen von der Pandemie besonders getroffen wurden. Lebensmittel und Pharmazeutika werden hingegen überwiegend auf Paletten verschickt, hier sind die Verluste daher auch geringer“, so Kirschner. Ebenfalls interessant: Es gibt laut HPE-Blitzumfrage auch Unternehmen, die insgesamt oder in Teilbereichen positiv von der Corona-Krise betroffen sind. So gaben rund 30 Prozent an, dass unter anderem die Bereiche Palettenherstellung, Kistenherstellung und Lagerung davon profitiert hätten. „Bei Lagerdienstleistungen ist das leicht erklärbar. Einerseits führen die Reisebeschränkungen dazu, dass keine Abnahmen der bereits produzierten Maschinen und Anlagen und damit auch kein Versand erfolgen können. Andererseits gibt es weiterhin Schwierigkeiten beim Warenfluss in den Logistikketten und damit auch mit der Teileversorgung“, erklärt Kirschner. Beim Thema Kurzarbeit gaben 43 Prozent der Befragten an, bislang keine beantragt zu haben. Dem stehen rund 61 Prozent der Betriebe gegenüber, die bereits Kurzarbeit angemeldet haben oder die dies aktuell vorbereiten. Dazu Kirschner: „Laut unserer Befragung liegt der durchschnittliche Umfang der Kurzarbeit in den Betrieben bei rund 41 Prozent. Das war für viele das erste Mal.“ Beim Blick auf die kommenden drei Monate ergibt sich ein uneinheitliches Bild. Rund 30 Prozent der Befragten erwarten zunehmende Beeinträchtigungen, knapp 24 Prozent gaben an, dass die Probleme auf gleichem Niveau weitergehen und immerhin 26 Prozent der Unternehmen blicken optimistischer in die nahe Zukunft. Bei der Einschätzung bis zum Jahresende halten sich Optimisten wie Pessimisten fast die Waage: 36 Prozent der Befragten geben an, dass die Beeinträchtigungen in Sachen Aufträge und Stornierungen abnehmen werden, 38 Prozent der Unternehmen sind der Ansicht, dass diese zunehmen werden und 15 Prozent gehen davon aus, dass sich nichts verändern wird. Die Prognose für 2021 trauten sich hingegen nur 75 Prozent der Unternehmen zu. „Hier ergab sich ein sehr heterogenes Bild: 24 Prozent sind optimistisch, 22 Prozent glauben an eine sich nicht verändernde Lage und 21 Prozent gehen von schlechteren wirtschaftlichen Entwicklungen aus. Dass es sehr viel besser oder sehr viel schlechter wird, glauben hingegen die Wenigsten. Eine weitere Frage befasste sich mit den Problemen in der Lieferkette. „Die Sorgen diesbezüglich spielen tatsächlich eine eher untergeordnete Rolle. Allerdings besteht eine ernstzunehmende Unsicherheit im Hinblick auf die Kontinuität und die Qualität der Schnittholzversorgung“, erklärt der HPE-Geschäftsführer.

Abschlussfrage zu den größten Herausforderungen für die Zukunft

Spannendes Finale der HPE-Umfrage war eine frei zu beantwortende Frage zu den größten Herausforderungen für die Zukunft, an der sich 125 Unternehmen beteiligten: Danach stehen die Sicherung der Arbeitsplätze (18 Prozent) und die Gesundheit der Arbeitnehmer (17 Prozent) gemeinsam an erster Stelle – dicht gefolgt von der Liquiditätssicherung, die für 11 Prozent der befragten Unternehmen ein wichtiges Thema darstellt. „Die Sorge der Holzpackmittelbranche gilt in allererster Linie den Mitarbeitern und der wirtschaftlichen Existenz dieser Mitarbeiter. Das zeigt das besondere Verantwortungsbewusstsein der Branche, die überwiegend aus familiengeführten kleinen und mittelständisch geprägten Unternehmen besteht“, so Marcus Kirschner und schließt: „Alles in allem kann man sagen, dass die Lage zwar ernst, aber nicht hoffnungslos ist. Und die wichtigste Erkenntnis unserer Umfrage besagt ganz klar: Unsere Unternehmen sind seit Generationen dem Wohle der Mitarbeiter verpflichtet und am langfristigen Erfolg orientiert. Das überstrahlt die negativen Entwicklungen deutlich und macht die Stärke der Branche aus.“ HPE/DS

Grafiken zur HPE-Umfrage: HPE e.V.

Zum HPE: Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. feierte 2019 sein 150-jähriges Bestehen. Er ist ein Fachverband mit mehr als 420 überwiegend inhabergeführten Unternehmen aus allen Bereichen der Holzpackmittelindustrie, die etwa 80 % des Branchenumsatzes von rund 2,3 Mrd. Euro repräsentieren. Die Mitglieder des HPE sind Anbieter von Paletten, Packmitteln, Kabeltrommeln, Steigen und Spankörben aus Holz sowie Dienstleister aus den Bereichen Verpacken, Containerstau und Logistik. Der hochgerechnete Holzbedarf der Branche liegt – inklusive der Kleinbetriebe unter 20 Mitarbeitern – bei rund sechs Mio. Kubikmetern. 

Weitere Informationen unter www.hpe.de

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コロナウイルスによる封鎖の影響を受けたヨーロッパの港 / European Ports Hit by Coronavirus Lockdowns

コロナパンデミックにより、ヨーロッパ貿易港の3分の2で船の寄港が大幅に減った。フェリーやクルーズ船の乗客数は記録的な低水準。ロッテルダム、ハンブルク、ロサンゼルス、ニューヨークなどの大きなハブ港が最も影響を受けているけど、2008年金融危機後のように、最も早く回復することも期待されている。

European Ports Hit Hard by Coronavirus Lockdowns

Two-thirds of European ports report falling ship calls as pandemic triggers sharp contraction in global supply chains

European ports have been the hardest hit by crashing trade volumes due to the coronavirus pandemic. The Port of Hamburg in Germany is shown above. Photo: Krisztian Bocsi/Bloomberg News

By May 18, 2020 12:25 pm ET

European ports have been the world’s hardest hit trade gateways from the coronavirus pandemic, with up to two-thirds reporting significant declines in ship calls this month in a sign of the deep contraction in global supply chains.

The International Association of Ports and Harbors said in a report that in the first week of May around 65% of big European ports saw up to a quarter fewer ships coming in, compared with the average at this time of year.

Around 40% of ports outside Europe, including those in the U.S., saw a similar decline in port calls over the same period.

The reduced port calls come as container ship lines have sharply cut back on sailings out of Asia, scaling back capacity on the Asia-Europe and trans-Pacific lanes that are the backbones of global trade.



Shipping and port executives expect canceled sailings to peak in June and then start falling if the pandemic stops spreading and lockdowns continue to be relaxed. Container ships, car carriers and industrial dry-bulk vessels have been the hardest hit as manufacturing plants and auto factories continue to be rattled, while passenger numbers on ferries and cruise ships remain at record lows.

“In the coming weeks, several of the larger ports anticipate significant downturns in volumes due to blank sailings especially in the container and car moving segments,” said Theo Notteboom, a professor of port economics at the University of Antwerp in Belgium and a co-author of the report that was released on Friday.

“The larger hubs like Rotterdam, Hamburg, Los Angeles and New York will be impacted the most but are also expected to recover the fastest, as was the case after the 2008 financial crisis,” Mr. Notteboom said.

The study covered a total of 76 ports.

The figures paint a bleak picture of supply chains that have been roiled first by greatly diminished supplies from China after the country shut down a swath of its manufacturing sector in February to contain the spread of the virus and then by lockdowns in Western countries that have decimated consumer demand.

Retailers in the West have canceled large numbers of orders from Asian suppliers as a result, particularly from apparel providers.

“With global container volumes down overall between 8% and 10% and imports from Asia down between 10% and 15%, European and North American businesses are operating on survival mode to preserve cash, often suspending transit requests for goods already on their way,” Mr. Notteboom said.

Vessel operators are dropping scheduled sailings in a bid to conserve cash and maintain freight rates.

Denmark-based research group Sea-Intelligence LLC said Monday that canceled container ship sailings from Asia to Europe are up 350% from the average at this time of the year, while voided journeys to U.S. gateways on the West and East coasts were up 280% and 300%, respectively.

Port of Los Angeles Executive Director Gene Seroka said last week that activity in the country’s busiest port was at 80% compared with normal levels, after an 18.5% year-over-year drop in container volumes in the first quarter.

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イタリアが3か月ぶりに開国 / Italy opens for the first time in 3 months

Written in Japanese (related article is below)

5月17日、ヨーロッパ各国で国境封鎖の緩和が進められています。
昨日からドイツではサッカーのブンデスリーガが再開されました。
一昨日にはドイツとデンマークやルクセンブルクの国境が通行可能になりました。
明日からはバイエルン州ではビアガーデンの営業が許可されます🍻国境の話とは関係ない。

ただ、どの規制緩和もコロナ感染拡大を予防するための条件付きです。
どの国もマスク着用義務はしばらく続くと思います。

国境も含めて色んな規制緩和が進んでいっていますが、どこが行けてどこが行けないのか、行くことはできるが行動を制限する条件等があるのか等、状況を把握することがとてもややこしくなってきました。

コロナと付き合うとはこういうことなのか。

https://www.corriere.it/…/frontiere-tanti-limiti-uscire-dal…
例えば、イタリア・ローマから行ける国と行けない国はこんな感じ(5月16日時点)
イタリアは6月3日に開国
およそ3ヵ月ぶり
L’Europa

Frontiere, dal 3 giugno l’Italia riapre i confini. Con tanti limiti: ecco quali

Il nostro Paese riaprirà a tutti dal 3 giugno, Berlino lavora per ripristinare Schengen. Qualcuno, come l’Austria, si è già mosso (ma solo verso alcuni vicini). Domani i ministri degli Esteri Ue in video conferenza affronteranno il tema della riapertura delle frontiere

di Francesca Basso

Frontiere, dal 3 giugno l'Italia riapre i confini. Con tanti limiti: ecco quali

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Domani, 18 maggio, forse sapremo se da giugno anche gli italiani riusciranno a spostarsi nei Paesi Ue in libertà, senza quarantene e autocertificazioni. Roma ha già deciso che dal 3 giugno riaprono le frontiere italiane a tutti i cittadini dell’area Schengen senza distinzioni, senza quarantena e senza autocertificazione. E domani il ministro degli Esteri Luigi Di Maio cercherà di aprire canali simili anche con gli altri Paesi Ue nella videoconferenza che si terrà sull’argomento tra i ministri degli Esteri europei. Obiettivo usare le prossime due settimane per arrivare a un’uscita totale dal confinamento in modo coordinato come anche auspicato dalla Commissione europea.

In ballo ci sono le vacanze degli italiani e degli europei ma anche la sopravvivenza del settore turistico che nella Ue vale il 10% del Pil, pari a circa 1.400 miliardi, e che per alcune regioni italiane è la principale attività economica. Per questo la Commissione Ue ha presentato mercoledì scorso un pacchetto di linee guida per aiutare gli Stati membri a uscire gradualmente dal lockdown e in modo coordinato nel rispetto della salute. Si tratta però di raccomandazioni, perché vanno a toccare settori di competenza esclusiva degli Stati membri come le frontiere e la sanità. Per la Commissione è fondamentale il principio di non discriminazione: se uno Stato membro decide di permettere di viaggiare all’interno del proprio territorio o in specifiche regioni del proprio territorio, deve farlo in modo non discriminatorio consentendo l’accesso a chi proviene da tutte le aree, regioni o Paesi che nella Ue hanno una situazione epidemiologica simile e in cui «vi sono capacità sufficienti in termini di ospedali, test, sorveglianza e monitoraggio di contatti».

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I viaggi degli italiani verso i Paesi Ue

Alcuni Stati Ue si stanno già muovendo e stanno aprendo le frontiere ai Paesi confinanti. L’Italia al momento è però esclusa.

Le frontiere Italia-Austria

Dalla mezzanotte di ieri, ad esempio, l’Austria riaprirà le frontiere con la Repubblica Ceca, la Slovacchia e l’Ungheria. I controlli ai confini saranno allenati e questo consentirà la libera circolazione delle persone e delle merci e migliorerà la situazione per i pendolari e per chi vive nelle zone prossime alla frontiera. L’Austria tre giorni fa aveva già riaperto le frontiere con Germania, Liechtenstein e Svizzera. Ma ha ribadito la chiusura delle frontiere con l’Italia se non per motivi di lavoro e traffico merci. Insomma: le frontiere Italia-Austria restano chiuse: può entrare solo chi ha un tampone negativo non più vecchio di 4 giorni o chi accetta di sottoporsi a un isolamento di 14. Anche l’Italia non le ha ancora allentate nei confronti di Vienna e degli altri Paesi Ue, ma dal 3 giugno sarà diverso.

Le frontiere Italia-Slovenia

La Slovenia, primo Paese ad avere dichiarato la fine dell’emergenza, inizialmente ha annunciato confini aperti ai cittadini Ue per poi precisare che servono prima negoziati bilaterali con i vicini. Quindi proseguirà i controlli alle frontiere. Le frontiere con la Slovenia, insomma, restano chiuse, con 9 checkpoint funzionanti: può entrare chi ha un test negativo non più vecchio di 4 giorni.

I viaggi per la Grecia

Con la Grecia i collegamenti aerei con l’Italia sono sospesi fino al 31 maggio e come ricorda il sito dell’ambasciata d’Italia ad Atene, in base alla normativa vigente in Italia, sono vietati i viaggi e gli spostamenti per turismo dall’Italia all’estero.

Le frontiere con la Svizzera

La Svizzera ha fatto sapere che riaprirà le frontiere con Germania, Francia, Austria a patto che l’evoluzione dell’epidemia da coronavirus lo permetta e alle stesse condizioni frontiere spalancate, anche per turismo, tra Austria e Germania, Francia e Germania. Berlino sta però lavorando al ripristino totale della libera circolazione delle persone dai Paesi Schengen. In Svizzera gli italiani hanno continuato a recarsi anche durante il lockdown per motivi di lavoro. Le frontiere restano aperte per chi ha un permesso di lavoro o di soggiorno.

I viaggi per la Spagna

Gli italiani che vorranno andare in Spagna, invece, dovranno tenere presente che Madrid ha prolungato lo stato di emergenza per un altro mese. Per chi arriva dall’Italia è prevista la quarantena.

Le frontiere con la Francia

Con la Francia le frontiere sono aperte a chi ha famigliari o motivi di lavoro «esenziali».

I viaggi per la Germania

Le frontiere sono aperte a chi è residente o a chi ha «comprovata urgenza»: obbligatorio, però, isolarsi per 14 giorni.

Gli altri Paesi: dal Belgio agli Usa

Alcuni Paesi impongono la quarantena a chi arriva dall’Italia, dal Belgio alla Danimarca all’Olanda (dove l’isolamento è consigliato). Non ci sono restrizioni per chi arriva dall’Italia negli Stati Uniti. Con la Cina le frontiere sono ancora chiuse, salvo eccezioni

I principi per allentare il lockdown europeo

La questione sicurezza resta prioritaria, il timore è una seconda ondata di contagi. I tre principi su cui si basa la strategia europea per l’allentamento del lockdown coordinato si basa su tre criteri: epidemiologico (l’Agenzia europea che monitora l’andamento epidemiologico Ecdc, aggiornerà una lista di aree a bassa circolazione del virus); capacità di contenimento e capacità di tracciamento attraverso le app. Il ripristino dei trasporti transfrontalieri aerei, ferroviari, marittimi e stradali dovrà tenere conto di misure di sicurezza per la salute come la riduzione della densità dei passeggeri e il distanziamento. (Qui una proposta, al vaglio della Commissione europea, che prevede l’istituzione di «zone rosse» e «verdi» in tutta Europa). Lo sforzo diplomatico è quello di arrivare a una riapertura totale delle frontiere da metà giugno. Fino al 15 sono chiusi i confini per chi viene da Paesi extra Ue. 16 maggio 2020 (modifica il 18 maggio 2020 | 10:26) © RIPRODUZIONE RISERVATA

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スウェーデンが選んだ特別な道とその後 / Sweden’s special route and its consequences

Written in Japanese (original article is below)

Schwedens Sonderweg und seine Folgen, 15. Mai 2020

「スウェーデンが選んだ特別な道とその後」

2020年5月15日の南ドイツ新聞の記事です。

コロナパンデミックで世界各国でロックダウンや外出禁止等の制限を課していくなかで、スウェーデンは特に制限を設けずに(ザクっというと)自由を優先することを選びました。

記事の趣旨はこの一言です。

“Wirtschaftsprognostiker haben derzeit einen ähnlich schweren Job wie Epidemiologen”

いま、(予測する)経済学者は疫学者と同じくらい困難な仕事に直面している

はたして、スウェーデンの経済は、厳しい規制をしてきたドイツや近隣の北欧諸国の経済よりも本当に影響は小さいのか。答えは、経済的な影響を説明するにも今の段階ではまだ誰も何も言えないということ。経済学者がいうひとつ確かなことは、世界的な景気後退はスウェーデンも直面するということ。

学校をはじめレストランやジム等の閉鎖はなかったけど、国内消費を見ても他国とあまり差はない。制限はされなかったけどホームオフィスが多くて、買い物に行く人は少なく、客が少ないホテルも営業をやめた。もしかすると「サービス業部門」に違いがでるかもしれない。欧州委員会ではスウェーデンの経済が6.1%、ドイツ6.5%、デンマーク5.9%下落し、フィンランドとノルウェーでも同程度の数値が予測されている。

経済活動を制限しなくても制限する場合と同じ効果になってしまう状況、日本の「自粛ムード」に似ている。

コロナパンデミックの影響は大きい。まだまだ見えない影響がたくさんある。

15. Mai 2020, 17:30 Uhr

Coronavirus:Schwedens Sonderweg und seine Folgen

Stockholm

Vergangene Woche in Stockholm: Die Restaurants sind geöffnet, und die Schweden nutzten die Möglichkeit, bei schönem Wetter draußen zu sitzen.(Foto: AFP)

In der Corona-Krise wird die Strategie Schwedens aufmerksam beobachtet. Läden, Cafés und Restaurants blieben normal geöffnet. Doch wird Schwedens Wirtschaft so wirklich weniger leiden?

Von Kai Strittmatter und Bastian Brinkmann, Stockholm

In der Coronavirus-Pandemie ist etwas geschehen, was die Schweden selbst am meisten verblüfft: Ihr Land ist zu einer Chiffre geworden. Ihr Kurs in der Krise, der mehr auf Appelle und Eigenverantwortlichkeit setzt denn auf Restriktionen, ist mit einem Mal ein Banner, hinter dem sich überall auf der Welt erstaunliche Koalitionen versammeln, denen die Linie des eigenen Landes nicht passt: unter den neuen Schweden-Fans finden sich amerikanische Libertäre und europäische Rechtspopulisten, aber auch Unternehmer und Wirtschaftsvertreter, die schon länger neidisch ins vermeintlich geschäftigere Schweden blicken angesichts der zu erwartenden Wirtschaftseinbrüche.

In den USA warf Moderator Tucker Carlson vom konservativen Sender Fox News den eigenen Behörden vor, mit Ausgangssperren dem “chinesischen Modell zu folgen” anstatt dem großartigen schwedischen Kurs der Freiwilligkeit. Auf den Demos der rechten Wutbürger konnte man Plakate sehen: “Be like Sweden!” In Deutschland forderte die FAZ “Mehr Schweden wagen!” Die Bild fragt in einer Kolumne: “Und wie geht’s Schweden?” (Unterm Strich, so die Botschaft, super). In der Welt konnte man lesen, dass “Schweden vieles besser macht”, unter anderem, weil in dem Land “das Coronavirus ohne Schaden für Grundrechte und Arbeitsplätze erfolgreich eingedämmt” worden sei.

Wirtschaftsprognostiker haben derzeit einen ähnlich schweren Job wie Epidemiologen

Wenn die Sache mit den Arbeitsplätzen denn stimmte. Das ist die große Frage: Wird Schwedens Wirtschaft am Ende tatsächlich glimpflicher davonkommen als die Deutschlands oder auch die der nordischen Nachbarländer, die auf strengere Restriktionen setzten? Die Behörden in Stockholm untermauerten ihren Kurs gern mit dem Argument, es sei langfristig der nachhaltigere. Die Hoffnung war, dass die psychischen aber auch die ökonomischen Folgekosten in der Gesellschaft bei dem entspannteren Ansatz am Ende die geringeren seien. Zumindest was die Wirtschaft angeht, könnte diese Hoffnung allerdings eine trügerische sein. Schweden werde am Ende wohl “nicht als wirtschaftlicher Gewinner” dastehen, betitelte das wirtschaftsfreundliche Svenska Dagbladet unlängst einen Vergleich Schwedens mit den anderen skandinavischen Ländern.

Die Prognosen liegen eng beieinander. Die Europäische Kommission etwa prophezeit Schweden einen Konjunktureinbruch von 6,1 Prozent, Deutschland ein Minus von 6,5 Prozent, und Dänemark 5,9 Prozent. Für Finnland und Norwegen werden ähnliche Zahlen vorhergesagt. Die deutsche Bundesregierung wiederum erwartet für Deutschland ein Minus von 6,3 Prozent, während die Riksbank, die schwedische Zentralbank ihrem Land gar ein Minus zwischen sieben und zehn Prozent vorhersagte. All diese Werte liegen zu nah beieinander. Die Methoden ihrer Berechnung sind zum jetzigen Zeitpunkt zu unsicher, um wirklich Unterschiede belegen zu können. Wirtschaftsprognostiker haben derzeit einen ähnlich schweren Job wie Epidemiologen: Sie wissen auch nicht, wie das Virus sich weiter verhalten wird – und wie die Menschen darauf reagieren.

In einem allerdings sind sich die Ökonomen einig: Der Absturz der Weltwirtschaft wird auch Schweden voll treffen, und das ist kein Wunder. Denn auch in Schweden ist die Industrieproduktion zum Erliegen gekommen, erst Ende April wurde sie teilweise wieder aufgenommen. Der Autobauer Volvo etwa ließ letzte Woche wieder all seine Fabriken anlaufen. Wie in Deutschland haben auch schwedische Fabriken Probleme, etwa dass Teile fehlen, weil die weltweiten Lieferketten gerissen sind. Für die erwartete Arbeitslosigkeit haben Schwedens Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft eben erst für dieses Jahr Werte von um die zehn Prozent vorhergesagt. Und ähnlich wie Deutschland ist Schweden sehr abhängig vom Export, der fast die Hälfte seiner Wirtschaftsleistung ausmacht. Prognosen auf diesem Feld beruhen im Moment fast ausschließlich auf Umfragen unter betroffenen Firmen, und da klingen die Klagen im Norden fast überall gleich. Ein “Horrorjahr für die dänischen Exporte” erwartet der Verband der dänischen Industrie, “nachtschwarze” Monate prognostiziert in Stockholm der Verband “Business Sweden”.

Es lohnt jedoch der Blick auf den Binnenkonsum, denn hier könnte der schwedische Sonderweg einen Unterschied machen. Schließlich waren die Restaurants, die Fitnessstudios und die Schulen bis zur zehnten Klasse hier nie geschlossen. Kaufen die Schweden also in diesem Jahr mehr ein als die Deutschen, gehen sie häufiger ins Café? Erste Indizien deuten an, dass die Antwort ist: ein bisschen. Allerdings kann noch niemand sagen, wie groß das Bisschen ist.

Einen positiven “Schweden-Effekt” im Dienstleistungssektor vermutet etwa die Versicherungs- und Bankengruppe Länsförsäkringar. “Verglichen mit anderen Ländern haben wir die Möglichkeit, besser durchzukommen,” sagte auch Ylva Hedén Westerdahl der SZ. Sie ist die Prognose-Chefin des staatlichen Konjunkturinstituts. Allerdings ist ihr wichtig zu betonen, dass auch die Schweden zu Hause bleiben und viele im Homeoffice arbeiten. Ja, theoretisch könne man einkaufen gehen, aber in der Praxis meldet der schwedische Einzelhandel “sehr, sehr niedrige Zahlen”. Hotels etwa durften geöffnet bleiben, tatsächlich aber schlossen nicht wenige Hotels, weil die Gäste ausblieben. Die Altstadt von Stockholm sah die letzten zwei Monate kaum weniger gähnend leer aus als die Innenstadt anderer europäischer Städte. Die Bekleidungskette MQ meldete im April Insolvenz an, nachdem die Kunden ausgeblieben waren. Auch freiwillige Verhaltensänderungen könnten “sehr dramatische Folgen haben”, sagt John Hassler. Er arbeitet als Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Stockholm. Menschen in Ländern mit hohem Vertrauen in die Regierung wie in Schweden folgten auch ohne Verbote und Restriktionen den Behördenempfehlungen eher als in anderen Staaten, glaubt Hassler.

Ob die Strategie den Schweden am Ende einen kleinen Vorteil verschafft, ist noch unklar

Erste Bewegungsdaten von Smartphone-Kartenunternehmen wie Google und Apple deuten darauf hin, dass sich das Ausgehverhalten der Schweden im März und April nicht allzu sehr unterschied von dem der Dänen und der Norweger. Die Schweden waren demzufolge ein wenig mehr unterwegs, zum größten Teil blieben aber auch sie zu Hause. Ein ähnliches Bild zeichnen die Banken mit Blick auf die Kredit- und Bankkarten-Transaktionen ihrer Kunden. SEB und Swedbank etwa meldeten jeweils bis Mitte April einen Rückgang der Kartenzahlungen um 25 bis 30 Prozent. Forscher der Universität Kopenhagen, die die Konto-Daten von fünf Millionen Kunden der Danske Bank in Dänemark und Schweden ausgewertet haben, kommen für die ersten Wochen der strengen Ausgangssperren in Dänemark auf einen nur kleinen Unterschied zwischen beiden Ländern: Von Anfang März bis zum 5. April waren von dänischen Konten im Durchschnitt 29 Prozent weniger Geld abgeflossen, von den schwedischen 25 Prozent.

Unterm Strich bleibt: Die Schweden wird es wohl ähnlich hart treffen wie andere europäische Länder. Ob ihre Strategie ihnen am Ende einen kleinen Vorteil verschafft, ist derzeit unklar. Und so schnell wird es dafür auch keine Antwort geben, sagt Torbjörn Isaksson, Chefanalyst der Nordea-Bank in Schweden: “Bis wir das richtig wissen, dauert es noch ein bis zwei Jahre.”

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ドイツでコロナデモ / Corona demo in Germany

Written in Japanese (related article is below)

明日ミュンヘン市では1万人規模のデモが実施される可能性があります。コロナパンデミック対策としてとられている色んな制限に抗議するためです。
 
デモ自体は珍しいことではなくて、今の時期はコロナ関連で他の都市でもよくされています。
メルケル首相の政治力を評価する世論がある一方で、どこの国も同じように、今の政策に(理性的に)反対する人も一定数います。色んな意見があって色んな人が声を上げること、当然なことです。
 
通常、デモを行う場合はデモ主催者が市に届け出をだします。ただ、現在コロナ対策で屋外で1000人以上の規模で集会をすることは制限されているにも関わらず、先週のデモでは予定されていた人数80人を大きく超えて3000人の参加者があったため、政治的だけではなくて防疫的にも問題視されていました。
明日は1万人参加者がいるのではないかと言われていますが、それに備えて500人の警官を配置するそうです。1000人を越える場合は1001人目からは帰ってもらう作戦です。参加者2人に1人の警官を配置するわけなので、徹底して対応することが分かります。
  
ところで、ミュンヘンの警察官は市だけで6400人くらいいるらしいです。京都府全体の警察官数と同じくらいです。ちなみに日本で最も多い東京都では43000人です。
 
ミュンヘンの「コロナ禍の政策と市民の声」事情でした。
コロナ禍の読み方が分かりませんでした。渦なのか鍋なのか、ドイツでもコロナのせいで一般的になった言葉がいくつもあります。

Corona in München: Demonstranten wollen nicht locker lassen – „Nächsten Samstag sind wir wieder hier“

Die Teilnehmerzahl bei der Münchner Demo gegen die Corona-Beschränkungen war auf 1000 beschränkt. Diese Zahl war 20 Minuten vor Beginn erreicht. Zu schaffen machte der Polizei mehr die große Zahl von Demonstranten, die sich am Rand der Wiesn versammelten.

Die Corona-Demo auf der Theresienwiese ist friedlich verlaufen. Jenseits der Kundgebung versammelten sich jedoch 2500 Menschen rund um die Wiesn. Die Polizei schritt ein und erteilte 600 Platzverweise. Die Initiatoren der Demo* wollen auch kommenden Samstag protestieren.

Die Versammlung auf der #Theresienwiese läuft seit ca. einer Stunde mit der genehmigten Teilnehmerzahl.

Rund um das Gelände stehen nach wie vor viele Personen, die den Mindestabstand von 1,5 Meter deutlich unterschreiten.

Wir fordern diese auf, sich zu entfernen.#muc1605— Polizei München (@PolizeiMuenchen) May 16, 2020

Am Rednerpult auf der Bühne ist ein Pappschild aufgeklebt. „Weder rechts noch links“, ist darauf zu lesen. Die Botschaft der Demo-Organisatoren: Sie wollen sich nicht in eine Ecke drängen lassen. Die Immobilienmaklerin Sina Bodden, eine der Rednerinnen, erklärt, sie sei es leid, als Verschwörungstheoretikerin hingestellt zu werden. Und sie finde es unerträglich, dass so viel Angst vor dem Virus verbreitet werde. „Angst, Angst – und noch mal Angst.“

Corona-Demo in München: Stadt beschränkt Zahl der Kundgebuns-Teilnehmer

1000 Demonstranten versammeln sich am Samstag innerhalb eines großräumig abgesperrten Bereichs auf der Theresienwiese. Mehr hat die Stadt aus Infektionsschutz-Gründen nicht zugelassen. Die Initiatoren hatten die Kundgebung für 10 000 Personen angemeldet. Die maximal zulässige Zahl von 1000 Teilnehmern ist rund 20 Minuten vor Veranstaltungsbeginn erreicht. Um 14.50 Uhr macht die Polizei erstmals eine Durchsage per Lautsprecher an die Menschen, die sich am Rande der Theresienwiese entlang des Bavariarings drängen: „1000 Teilnehmer sind erreicht. Bitte verlassen Sie die Wiesn.“ Es folgt ein gellendes Pfeifkonzert der immer stärker anwachsenden Menge im Umfeld der Wiesn.

Randprobleme: Rund um die Wiesn versammelten sich etwa 2500 Menschen. Die Polizei schritt mehrfach ein.© Sigi Jantz

Die Polizei hat unterdessen nicht wie angekündigt gut 500 Beamte, sondern 1000 Einsatzkräfte bereitgestellt. „Nicht weil wir Ausschreitungen befürchten würden, sondern um unsere Strategie umsetzen zu können“, wie Sprecher Marcus da Gloria Martins erklärt. Maxime sei, den Zustrom aufs Gelände rechtzeitig und weitläufig zu begrenzen und weitere Menschenansammlungen zu verhindern. Letzteres gelingt nicht. Dazu später mehr.

Einige Personen an der #Theresienwiese halten sich nicht an die geltenden Regeln und ignorieren die Lautsprecherdurchsagen.

Wir beginnen nun, konsequent gegen diese Personen mit polizeilichen Maßnahmen vorzugehen. #muc1605— Polizei München (@PolizeiMuenchen) May 16, 2020

Auf der Demo selbst halten die Teilnehmer brav die Mindestabstände von 1,5 Metern ein. Zwischen den Redebeiträgen ertönt Musik aus dem Hippie-Musical „Hair“. Die Altersstruktur der Demonstranten ist gemischt, die Organisatoren selbst – alle Privatpersonen ohne politischen Hintergrund – sind eher älteren Semesters. Die Polizei spricht später von einem „überwiegend bürgerlichen Publikum“. Kleingruppen aus dem extremen Spektrum von rechts und links seien jedoch zu sehen gewesen. Hier habe es Versuche des Anheizens der Menge gegeben. Der Großteil der Leute habe jedoch vernünftig reagiert.

Corona-Demo in München: Flugblätter mit obskuren Theorien

Auf der Demo sieht man Transparente mit Slogans wie „Freiheit statt Zwang“, andere Masken mit der Aufschrift „mundtot“. Es kursieren aber auch Flugblätter mit obskuren Theorien. Die Redner auf der Bühne prangern „die Unverhältnismäßigkeit der Corona-Maßnahmen“ an und sprechen von politischer Willkür. Ein Arzt fordert unter großem Beifall: „Lasst uns wieder ins normale Leben zurückkehren.“ Vor den Absperrungen stehen auch Kritiker der Demo – vor allem von Verschwörungstheoretikern. Sie werfen auf Plakaten die Frage auf: „Euer Ernst?“

Protest: Viele Demonstranten fühlen sich in ihren Freiheitsrechten eingeschränkt© Sigi Jantz

Es ist 16 Uhr, die Leute am Bavariaring – laut Polizei rund 2500 – stehen mittlerweile dicht an dicht. Auch mehrere Seitenstraßen sind abgesperrt. Die Einsatzleitung wartet ab. Erst um 16.20 Uhr erneuert die Polizei ihre Aufforderung, umgehend das Gelände zu verlassen, weil es sich um eine „unerlaubte Versammlung“ handele. Nun kommt die Durchsage im Fünf-Minuten-Takt. Die Demonstranten skandieren: „Grundgesetz, Grundgesetz!“ Bis die Polizei ernst macht. Immer mehr Menschen, die sich widersetzen, werden abgeführt. Die Lage droht kurzzeitig zu eskalieren.

Corona-Demo in München: Polizei spricht 600 Platzverweise aus

Tut sie aber nicht. Weil die Polizei mit Umsicht vorgeht, und es auch vonseiten der Demonstranten zu keiner Gewalt kommt. Am Ende werden jedoch 600 Platzverweise ausgesprochen, von mehr als 200 Demonstranten wird die Identität festgestellt. Über 20 Personen erhalten eine Anzeige wegen Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz. Martins resümiert: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf.“ Auch in Nürnberg, Augsburg und Würzburg verlaufen die Proteste weitgehend friedlich.

Fußballfan kritisiert Coronaregeln.© Christina Pahnke/sampics

Dominik Krause, Stadtrat und Vorsitzender der Münchner Grünen, ist einer der wenigen Politiker, die die Szenerie am Samstag live mitverfolgen. Anders als vor einer Woche am Marienplatz sei die Veranstaltung nicht aus dem Ruder gelaufen. Krause, der relativ unverdächtig ist, der Staatsgewalt unkritisch gegenüberzustehen, sagt: „Da muss man die Polizei auch mal loben.“ Er beurteilt das Teilnehmerfeld als „sehr heterogen“. Die Veranstaltung habe eher „Happening-Charakter“ gehabt. Dennoch hätten Rechtsradikale erneut versucht, die Bühne für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

Rigoros: Störer werden von der Polizei abgeführt.© Sigi Jantz

Die Organisatoren der Demo wollen unterdessen kommenden Samstag wieder protestieren. Man sei guten Mutes, „dann mit 10 000 Menschen hier zu stehen“, lassen sie verlauten. Mal sehen, wie viele Personen die Stadt diesmal genehmigen wird.

*Merkur.de und tz.de sind Teile des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Sigi Jantz

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coronavirus pandemic / コロナパンデミック

コロナウイルスに関する現在の数字 / Current figures on the corona virus 9. May. 2020

8. Mai 2020, 14:55 Uhr

Alle Daten zur Pandemie:Aktuelle Zahlen zum Coronavirus

Die USA verzeichnet über 75 000 Todesfälle. Die Infektionszahlen in Russland steigen weiter an. Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Grafiken.

Von Christian Endt und Benedict Witzenberger

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Agriculture, Forestry & Fisheries / 農林水産 coronavirus pandemic / コロナパンデミック

オーストリアの木材産業が危機対策に集中 / Austrian timber industry concentrates on crisis measures

Written in Japanese (related article is below)

オーストリアの森林に関する危機について、5月末までにおよそ20万㎥の損傷した木材を受け入れること、木材輸入の減少に努めること、損傷した木材を長期間保存するための保管施設の調整など、危機対策に集中的に取り組むことに、連邦政府と製材業界が合意しました。

2017年以降、オーバーエスターライヒ州、ニーダーエスターライヒ州、ブルゲンラント州、シュタイアーマルク州南部で年間降水量が不足しています。年間降水量に関して、これらの地域では、約3年間で平均15〜30%の降雨がありませんでした。旱魃や乾燥により、キクイムシの蔓延が広がり、これにより損傷する木材の数が大幅に増加しました。2019年には、約430万㎥の損傷した木材がオーストリア全土で発生しました。これは、日本最大の林業地域である九州全体の年間スギ素材生産量に匹敵する量です。オーストリアの生産量のおよそ6割が、2019年に損傷した木材が原因である可能性があるとされています。

 

06.05.2020.

Holzindustrie gibt wieder Gas

Wärme und Trockenheit begünstigen die Vermehrung des Borkenkäfers in unseren Wäldern. Schon im Vorjahr fielen diesem Schädling 2,2 Mio. Festmeter Holz zum Opfer, für heuer muss man mit einer noch größeren Katastrophe rechnen. Insgesamt mussten in den letzten Jahren rund 20.000 Hektar Waldflächen abgeholzt werden, davon 13.000 Hektar im Waldviertel. Bei einem Gespräch mit Vertretern der Sägeindustrie wurde dieses Problem und mögliche Schritte nun besprochen.

Franz Kirnbauer, Obmann der Fachgruppe Holzindustrie in der Wirtschaftskammer Niederösterreich: „Wir werden bis Ende des Monats zusätzliche 200.000 Festmeter Holz aus den heimischen Wäldern abholen und auch die internen Lagerkapazitäten massiv erhöhen. Wir wollen so noch mehr auf heimisches Holz setzen und damit natürlich auch die Importe aus dem Ausland reduzieren.“ Positiv sei auch, dass mit dem Wiederhochfahren der Wirtschaft nun die Nachfrage nach Schnittholz aktuell wieder ansteigen würde.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Die Zusagen, dass die Industrie mehr Holz als bisher aus den Wäldern holt und auch neue Lager aufbaut, sind wichtige erste Schritte. Wir sind aktuell erst am Anfang des Jahres, uns stehen noch viele Wochen mit Trockenheit und klimabedingten Nutzungen bevor. Deshalb werden wir gemeinsam genau beobachten, wie sich die Situation in unseren Wäldern und die Abholung des Holzes das ganze Jahr über entwickelt.“

Landwirtschaftskammer NÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager: „Die Waldbesitzer sind sehr gewissenhaft bei der Aufarbeitung der befallenen Waldflächen und der Waldpflege, aber das frische Holz muss von der Säge- und Zellstoffindustrie auch rasch aus dem Wald gebracht und verarbeitet werden, um die Schädigung durch den Borkenkäfer eindämmen zu können. Gemeinsam werden wir auch eine Koordinierungsstelle einrichten, um auch die Abstimmung zwischen der Forstwirtschaft und der Industrie zu verbessern.“

Bereits vor einigen Tagen haben Pernkopf und Schmuckenschlager entschlossene Maßnahmen zu Rettung des Waldes eingemahnt, unter anderem die Reduzierung der Holzimporte. „Zusätzlich zu den Zusagen der Sägeindustrie braucht es noch weitere Schritte. Denn der Klimawandel und seine Folgen sorgen dafür, dass tausende Hektar Wald zusammenbrechen. Der Schaden ist enorm, er trifft aber nicht nur die Waldbesitzer, sondern die gesamte Gesellschaft, denn der Wald ist Wasserspeicher, sorgt für saubere Luft und kühlt das Klima. Wir brauchen weitere Investitionen in die Wiederaufforstung von klimafitten Wäldern und Entlastungen für die betroffenen Waldbauern. Und auch jeder Einzelne kann etwas beitragen, indem er auf heimisches Holz als Baustoff oder Energielieferant setzt.“

 

KÖSTINGER: VEREINBARUNG MIT SÄGEINDUSTRIE SOLL SITUATION ENTSCHÄRFEN

Mai 8, 2020 | Allgemein, Borkenkäfer

200.000 Festmeter Schadholz werden zusätzlich bis Ende Mai abgenommen

Wien, 7. Mai 2020 (aiz.info). – Angesichts der dramatischen Borkenkäfersituation in Österreich ist die rasche Aufarbeitung von befallenen Bäumen ein Gebot der Stunde. Durch die Corona-Krise ist jedoch der Holzmarkt enorm unter Druck geraten, heimisches Holz findet so gut wie keinen Absatz mehr. Um diese Situation zu entschärfen hat Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger gemeinsam mit den Ländern eine Vereinbarung mit der Sägeindustrie geschlossen. Demnach werden 200.000 Festmeter österreichisches Schadholz zusätzlich bis Ende Mai von der Sägeindustrie abgenommen, damit können die Lager entlastet werden. Weiters sieht die Vereinbarung eine kontinuierliche Schadholzabnahme und die Reduktion der Importe während der Zeit mit Anfall von Borkenkäferholz vor. Das Datenmanagement zwischen Forstwirtschaft und Sägeindustrie soll verbessert werden, außerdem sollen höhere Kapazitäten bei Nasslagern geschaffen werden, um Schadholz für längere Zeit lagern zu können.

“Die Situation in unseren Wäldern ist alarmierend. Die aktuelle Trockenheit und der Borkenkäfer sind eine tödliche Mischung. Dieser Schädling entwaldet derzeit ganze Regionen in Niederösterreich und Oberösterreich. Befallene Bäume sollten rasch aus dem Wald transportiert und verarbeitet werden, aber die Lager sind voll und wir haben die schlimmste Zeit noch nicht überstanden. Wir müssen nun alle zusammenhalten, um die weiteren katastrophalen Auswirkungen auf unsere Wälder zu verhindern. Die Zusagen der Industrie sind eine wichtige Sofortmaßnahme und ein bedeutender gemeinsamer Verhandlungserfolg. Wir werden seitens der Bundesregierung unseren Waldbauern weiterhin zur Seite stehen”, betonte Köstinger bei einem Lokalaugenschein in der Nähe von Grein (OÖ).

Pernkopf: Tausende Hektar Wald brechen zusammen

“Die Zusage der Industrie, dass mehr Holz als bisher aus den Wäldern abgeholt werden soll, ist sehr wichtig. Zusätzlich braucht es noch weitere Schritte, denn der Klimawandel und seine Folgen sorgen dafür, dass tausende Hektar Wald zusammenbrechen. Der Schaden ist enorm, er trifft aber nicht nur die Waldbesitzer, sondern die gesamte Gesellschaft, denn der Wald ist ein bedeutender Wasserspeicher, er sorgt für saubere Luft und kühlt das Klima”, erklärte Niederösterreichs LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Jeder Einzelne könne die betroffenen Waldbauern unterstützen, indem er auf heimisches Holz als Baustoff oder Energielieferant setze.

Hiegelsberger: Waldbauern doppelt belastet

“Die hohen Temperaturen und die Niederschlagsdefizite im Sommer 2019 förderten die Entwicklung des Borkenkäfers. 2020 fand er im trockenen März und April ideale Bedingungen vor. Wenn die befallenen Stämme jetzt nicht aus dem Wald geräumt werden, dann steigert sich die Schadmenge bis in den Sommer enorm”, unterstrich OÖ Agrarlandesrat Max Hiegelsberger. “Unsere Waldbauern trifft die Belastung durch die Corona-Krise und klimatische Veränderungen doppelt hart, daher braucht es hier eine umfassende Unterstützung. Der Wald kann seine vielfältigen Funktionen für die Gesellschaft nur erfüllen, wenn Kahlflächen wieder aufgeforstet und gepflegt werden”, so Hiegelsberger. Bund, Länder, Gemeinden, Industrie und Forstwirte müssten nun an einem Strang ziehen, um weitere katastrophale Auswirkung des Borkenkäfers in den österreichischen Wäldern zu verhindern.

Enorme Trockenheit gefährdet heimische Wälder

Durch die enorme Trockenheit und wochenlang fehlenden Niederschläge sind die österreichischen Wälder in ernste Gefahr geraten. Bereits seit 2017 zeigt sich ein Defizit in der Jahresniederschlags-Summe in Oberösterreich, Niederösterreich, im Burgenland und in weiten Teilen der Südsteiermark. In diesen Regionen fehlen im Schnitt seit ungefähr drei Jahren zwischen 15 und 30% an Niederschlägen.

Der Klimawandel verschärft somit die Situation zusehends, denn durch Trockenheit geschwächte Bäume sind anfälliger für den Borkenkäfer. Das führt zu einem massiven Anstieg der Schadholzzahlen: 2019 sind österreichweit aufgrund des Borkenkäfers rund 4,3 Mio. Festmeter Schadholz angefallen, davon allein 2,2 Mio. Festmeter in Niederösterreich. Rund 62% der gesamten österreichischen Holzernte sind 2019 auf Schadholz zurückzuführen. In den vergangenen Jahren hat der Borkenkäfer allein in Niederösterreich auf einer Fläche von rund 20.000 ha gewütet.

Die rasche Aufarbeitung von befallenen Bäumen und ein schneller Abtransport sind nun entscheidend, um die weitere Ausbreitung des Borkenkäfers einzudämmen. Dazu soll die nunmehr erzielte Vereinbarung mit der Sägeindustrie einen wichtigen Beitrag leisten.

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チロル州の森林保護措置 / Measurement package for protected forest and forestry in tyrol

Written in Japanese (original article is below)

2020年5月4日 オーストリア森林協会

チロル州の森林保護措置

東チロルで損害木のための最初の湿式貯蔵施設が建設された

「チロルにある森林は過去2年間で極端な気象イベントと膨大な量の損害木に苦しんでいる。さらに、暖かな気候が重なったことで今年の早い段階でキクイムシの活動が活発になり、大きなリスクを抱えている。一方で、コロナ危機の結果、すでに緊迫した木材市場は崩壊して、国産木材は実質的に販売されなくなった。この状況では、森林での木材生産は全て経済的な損失につながる。しかし、私たちが何もせずにこのまま損害木を森林から運び出さなければ、キクイムシによって私たちの保護されている森林は被害を受ける。」チロル州の州副知事はいう。
 
この林業の危機に対して、チロル州政府は東チロルに焦点を当てた林業のための一連の措置をまとめた。これには150万ユーロが見積もられ、連邦資金の増加により、500万ユーロに上る林業投資のプログラムとした。

このプログラムに関連する特別な措置の1つは、損害木の湿式貯蔵施設の設立を支援すること。継続的な灌漑(水やり)は、キクイムシが増殖するのを防ぎ、木材が市場で販売されるまで木材の品質を維持する。60,000㎥にものぼる木材のためのこの施設は、東チロルのGemeinde Ainetに建設される。

 国産木材の優先

州副知事は、国内の製材業界に、輸入材より国産材を優先するよう訴えている。チロルでの年間総伐採量に相当する130万m³の損害木が、2018年10月の暴風雨「Vaia」や2019年1月と11月に雪害により発生した。特に影響を受ける主な地域は東チロルで、100万㎥以上の木材が損傷している。この量はこの地域での年間伐採の5倍に相当する。「森林の所有者と協力して、風の吹雪と降雪材の半分以上を処理することができた。少なくとも海抜1,000 mまでの低い地域では、6月末までに残りの木材を森林から取り除くか、キクイムシが繁殖できないように処理する必要がある」と森林局長のジョセフフックス氏は林業の課題について説明している。

気候変動に対応した樹種による森林再生

チロルの森林保護プログラムは、キクイムシのリスク対策を提供するだけでなく、木材市場の安定化と気候変動に対応した樹種による植林促進も提供している。自然災害管理に関連する重要なトピックは、損傷した木材の伐採。ここでも、チロル州が追加のサポートを提供していて、余分な作業を補うことができる。より高品質の損傷木のための湿式貯蔵施設の建設に加えて、エネルギー木材部門およびペレット製造におけるリサイクルの選択肢をチェックし、消費を増やす必要がある。極端な天候によって破壊された森林地域の再植林、特に保護林では、モミ、カラマツ、カエデ、ブナなどの混合樹種がチロルのプログラム「Klimafitter Bergwald」に従って使用されている。

 

TIROL: MAßNAHMENPAKET FüR SCHUTZWALD UND DIE FORSTWIRTSCHAFT GESCHNÜRT

Mai 4, 2020 | Allgemein, Borkenkäfer, Wald & Klima, Wald im Klimawandel

Geisler: In Osttirol entsteht erstes Nasslager für Schadholz

Innsbruck, 4. Mai 2020 (aiz.info). – “Der Tiroler Wald hat unter den Extremereignissen und enormen Schadholzmengen der letzten zwei Jahre stark gelitten. Die Borkenkäfer sind aufgrund der warmen Witterung heuer sehr früh gestartet, es droht ein massiver Befall. Durch die Corona-Krise ist der ohnehin schon angespannte Holzmarkt zusammengebrochen, heimisches Holz findet so gut wie keinen Absatz mehr. Unter diesen Voraussetzungen ist jede Holzernte im Wald ein finanzieller Verlust. Wenn wir aber nichts tun und das Schadholz nicht aus den Wäldern bringen, frisst der Borkenkäfer unsere Schutzwälder”, fasst LH-Stellvertreter Josef Geisler die dramatische Situation zusammen.

Um das zu verhindern und die Forstwirtschaft durch die Krise zu bringen, hat die Tiroler Landesregierung ein Maßnahmenpaket für die Forstwirtschaft mit Schwerpunkt Osttirol geschnürt. Dieses ist mit 1,5 Mio. Euro dotiert. Durch die Aufstockung mit Bundesmitteln ergibt sich ein forstliches Investitionsprogramm von 5 Mio. Euro. “Damit sichern wir Hunderte regionale Arbeitsplätze und unseren Lebens- und Wirtschaftsraum”, so Geisler. Eine der speziellen Maßnahmen im Rahmen des Tiroler Forstpakets ist die Unterstützung der Errichtung von Nasslagern für Schadholz. Damit wird durch dauerndes Beregnen die Vermehrung des Käfers verhindert und die Holzqualität erhalten, bis das Holz am Markt wieder verkauft werden kann. Ein solches Lager für 60.000 m3 Holz entsteht in Kürze in der Osttiroler Gemeinde Ainet.

 Vorrang für heimisches Holz

An die heimische Sägeindustrie appelliert Geisler, heimischem Holz Vorrang gegenüber Holzimporten einzuräumen, denn es liegt noch viel Holz im Wald. 1,3 Mio. fm Schadholz, das entspricht dem gesamten Jahreseinschlag in Tirol, haben das Sturmtief “Vaia” im Oktober 2018 sowie die Schneeereignisse im Jänner und November 2019 verursacht. Hauptbetroffen ist Osttirol mit mehr als 1 Mio. fm Schadholz, das entspricht dem fünffachen Jahreseinschlag in der Region. “In einer außerordentlichen Kraftanstrengung ist es gemeinsam mit den Waldbesitzern gelungen, mehr als die Hälfte des Windwurf- und Schneebruchholzes aufzuarbeiten. Zumindest in den tieferen Lagen bis 1.000 m Seehöhe müssen wir das restliche Holz bis Ende Juni entweder aus dem Wald bringen oder so behandeln, dass sich der Borkenkäfer nicht vermehren kann”, schildert Landesforstdirektor Josef Fuchs die Herausforderung der Forstwirtschaft. Es geht um 500.000 m3 Holz.

Aufforstung mit klimafitten Baumarten

Auf die Borkenkäfergefahr, aber auch auf die Stabilisierung des Holzmarktes und die Aufforstung mit klimafitten Baumarten bietet das nunmehr geschnürte Tiroler Forstpaket Antworten. “Derzeit kann der Markt das anfallende Holz nicht aufnehmen. Es macht wirtschaftlich keinen Sinn, das Holz aus dem Wald zu bringen. Daher heben wir die Förderungen für alle Forstschutzmaßnahmen im Wald an, um zumindest den Borkenkäfer hintanzuhalten”, erklärt Fuchs. Die Bäume werden im Wald entrindet, damit sich der Borkenkäfer nicht zwischen Rinde und Holz einnistet und sich dort vermehrt. Verstärkt zum Einsatz kommen sollen auch Fangbäume, die nach der Besiedlung durch den Borkenkäfer aus dem Wald entfernt oder an Ort und Stelle entrindet werden.

Ein wichtiges Thema im Zusammenhang mit dem Naturgefahrenmanagement ist die Räumung der Wildbäche von Schadholz. Auch hier bietet das Land Tirol zusätzliche Unterstützung, damit der Mehraufwand abgegolten werden kann. Neben der Errichtung von Nasslagern für Schadholz höherer Qualität sollen die Verwertungsmöglichkeiten im Energieholzsektor und in der Pelletsproduktion geprüft und bestenfalls erhöht werden. Für die Wiederaufforstung der durch die Wetterextreme zerstörten Waldflächen vor allem im Schutzwald kommen gemäß des Tiroler Programms “Klimafitter Bergwald” verstärkt an die neuen klimatischen Verhältnisse angepasste Mischbaumarten wie Tanne, Lärche, Ahorn oder Buche zum Einsatz.

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バーデン=ヴュルテンベルク州のキクイムシ対策 / Countermeasures for bark beetles in Baden-Württemberg

Writtten in German (original article in below)

Borkenkäfergefahr steigt rasant

23.04.2020

Die fehlenden Niederschläge im Land schwächen die Waldbäume und lassen die Borkenkäfergefahr rasant steigen. Waldbesitzer sind deshalb gehalten, ihre Fichtenbestände laufend zu kontrollieren und sich in Zweifelsfällen an den zuständigen Förster zu wenden.

„Die Wälder leiden praktisch in ganz Mitteleuropa seit zwei Jahren unter Hitze, Trockenheit, Stürmen und Borkenkäfern. Die Situation in den allermeisten Wäldern, auch in Baden-Württemberg, ist momentan sehr angespannt. Die aktuell frühsommerlichen Temperaturen gepaart mit den fehlenden Niederschlägen schwächen die Waldbäume und begünstigen die Borkenkäfer. Bleibt die Witterung in den nächsten Wochen weiterhin trocken-warm, wird 2020 für die Waldbesitzer und Forstleute das dritte Krisenjahr in Folge“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk. Ausgehend von den gravierenden Waldschäden in 2018 und 2019 habe das Land ein umfangreiches und passgenaues Paket an Fördermaßnahmen auf den Weg gebracht, das den Waldbesitzern in der angespannten Situation bestmögliche Unterstützung bietet.

„Durch das warme Frühlingswetter fliegt der Borkenkäfer bereits jetzt auch in höheren Lagen. Ein Befall durch Borkenkäfer ist bereits im Anfangsstadium durch braunes Bohrmehl oder Harztropfen deutlich zu erkennen. Waldbesitzer sind deshalb gehalten, ihre Fichtenbestände ab jetzt und bis in den September hinein unbedingt laufend alle ein bis zwei Wochen zu kontrollieren und sich in Zweifelsfällen an den für sie zuständigen Förster zu wenden“, betonte der Forstminister. Diese Kontrolle sei eine wichtige Grundvoraussetzung, um größere Käferschäden in den Wäldern zu vermeiden.

Schwieriges Umfeld für Wald- und Holzwirtschaft

„Europaweit belasten zig Millionen Kubikmeter an Schadhölzern aus den Wäldern wegen Dürre, Käfer und Sturm die Märkte. Gleichzeitig führt die Corona-Krise dazu, dass für viele Sägewerke ein normales Arbeiten oft nicht möglich ist, weil die Absatzmöglichkeiten für Schnittholz vielfach zurückgegangen sind“, erklärte Minister Hauk. Dies führe zu einem Stocken der Holzabfuhr aus den Wäldern und drücke die Rundholzpreise für die Waldbesitzer auf ein ruinöses Niveau.

„Wir hatten im vergangenen Jahr im Land eine Schadholzmenge von rund 6,3 Millionen Kubikmetern zu verzeichnen. Unsere Forstexperten prognostizieren für das Jahr 2020 Schadhölzer in einer ähnlichen Größenordnung“, sagte Minister Hauk. Ob diese frühe Vorhersage letztlich eintrete, hänge wesentlich vom Witterungsverlauf der nächsten Wochen ab. „Lang anhaltende und ergiebige Niederschläge sowie kühle Temperaturen schwächen den Borkenkäfer und stärken die Vitalität der Bäume. Wir brauchen dringend Regen“, sagte Hauk.

Land handelt und hilft

„Das Land unterstützt die Waldbesitzer nach Kräften. Neben einem umfangreichen Maßnahmenpaket in Höhe von rund 29 Millionen Euro zur Bewältigung der Schäden unterstützen die Förster der Landesforstverwaltung vor Ort durch ihre Beratungsleistungen“, erklärte der Forstminister. Darüber hinaus habe Hauk für den staatlichen Waldbesitz der ForstBW den bereits geltenden Einschlagsstopp für frisches Nadelstammholz weiter verlängert, um die Märkte zu entlasten.

„Mit dem im Dezember 2019 verabschiedeten Notfallplan Wald wurden bereits wichtige Hilfspakete geschnürt, um dem Wald und den Waldbesitzern schnell und effektiv zu helfen. Die Försterinnen und Förster der Landesforstverwaltung an den unteren Forstbehörden beraten Sie gerne, um Sie in dieser Situation bestmöglich zu unterstützen“, betonte Hauk. Auch könnten Forstbetriebe von den Corona-Soforthilfen profitieren.